Katastrophenschutz

Ortspolitiker wollen besseren Schutz

Wie kann bei Großbränden wie am 28. April die Bevölkerung in Zukunft besser informirt und geschützt werden? Mit dieser Frage hat sich der Bauausschuss des Gröpelinger Beirats beschäftigt.
07.09.2020, 05:00
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Ortspolitiker wollen besseren Schutz
Von Anne Gerling
Ortspolitiker wollen besseren Schutz

Nach dem Großbrand am Industriehafen am 28. April hat der Gröpelinger Beirat eine Liste mit Fragen zusammengestellt.

Christina Kuhaupt

Eine lange Liste von Fragen hat nach dem Großbrand an der Louis-Krages-Straße am 28. April der Gröpelinger Beirat zusammengestellt. „Wichtiger ist meiner Ansicht nach aber natürlich der Blick in die Zukunft“, sagt Beiratspolitiker Hanspeter Halle (Grüne), „denn es gab auf er Fläche in den letzten zehn Jahren drei große Brände. Und wir wüssten deshalb gerne: Wie kann man das in Zukunft verhindern?“

Der Bauausschuss des Gröpelinger Beirats fordert aus diesem Grund weiterhin ein Schadstoff-Kataster, über das bei Katastrophenfällen schnell ersichtlich wäre, ob und welche gefährlichen Stoffe im Spiel sind – ob fest verbaut oder eingelagert. Entsprechende Listen zu führen, ist allerdings nach Ansicht von Wolfgang Visser, Asbest-Experte bei der Gewerbeaufsicht, aus verschiedenen Gründen kaum möglich. Ihm zufolge gibt es bislang lediglich eine Übersicht über öffentliche Gebäude, in denen fest gebundener Asbest verbaut wurde. Immerhin seien in etlichen Betrieben Brandmeldeanlagen mit Direktschalte zur Feuerwehr installiert, ergänzt Andreas Hempelmann von der Feuerwehr Bremen: „Das war auch bei diesem Feuer so. Da haben wir dann auch Einsatzpläne und können sehen, was uns da erwartet. Wir haben das Objekt als Grundriss und Infos zu Gefahrstoffen und der Anbindung an die Energieversorgung.“ Weitere Fragen will der Beirat mit einem Vertreter aus dem Gesundheitsressort diskutieren.

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