Hastedt

Anwohner berichten von regelmäßigen Störungen in der Föhrenstraße

Der Beirat Hemelingen hat die Föhrenstraße bereits genau im Blick. Gleiches gilt für den zuständigen Kop vor Ort. Die Anwohnerschaft befürchtet, dass dort ein Brennpunkt entstehen könnte.
17.08.2020, 09:47
Lesedauer: 2 Min
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Anwohner berichten von regelmäßigen Störungen in der Föhrenstraße
Von Sigrid Schuer
Anwohner berichten von regelmäßigen Störungen in der Föhrenstraße

Der Beirat Hemelingen und der zuständige Kop haben sehr genau im Blick, was in der Föhrenstraße passiert. Anwohner hatten sich wegen eines "allgemeinen Verfalls" der Straße beschwert.

PETRA STUBBE

Nein, einen Brennpunkt gebe es nicht in der Föhrenstraße, sagt eine Sprecherin der Polizei. Aber der Kop vor Ort habe ein sehr genaues Auge auf die Entwicklung und sei mit denjenigen in intensivem Kontakt, die besorgt „einen Verfall der Föhrenstraße“ beobachten, wie es in Leserzuschriften, unter anderem des Ehepaars Hoffmann an die Redaktion heißt. Denn es gelte zu vermeiden, dass aus der Föhrenstraße eben ein solcher Brennpunkt werde.

Die Hoffmanns berichten, dass etwa im Hof des Nachbarhauses Sperrmüllhaufen gebrannt hätten und niemand etwas dagegen unternommen habe, bis sie die Feuerwehr gerufen hätten, die den Brand dann gelöscht habe. Zudem sei eine hohe Fluktuation bei den Bewohnern zu beobachten. Dass Gegenstände vom Balkon, teilweise auf darunter liegende Balkons geworfen worden seien, habe großen Lärm verursacht.

Durch den Eigentümerwechsel des Nachbarhauses vor einem Jahr habe sich die Situation noch verschlimmert. Das Ehepaar schreibt, das mindestens einmal pro Woche die Polizei vor Ort sei, oft gleich mit mehreren Mannschaftswagen. Mittlerweile sei es leider zur Normalität geworden, dass die Leute im Nachbarhaus sich teilweise sehr lautstark auf der Straße unterhielten, auch schrien, bei gutem Wetter auch während der aktuellen Corona-Zeit in Gruppen dort stünden und diversen Müll neben die Tonne kippten. „In der Nachbarschaft sind wir nicht die Einzigen, die sich an der aktuellen Situation stören, aber auch, wenn hier und da die Polizei gerufen wird, ändert sich leider nichts. Der Vermieter macht sich offensichtlich auch nichts daraus“, heißt es von den Anwohnern. „Es müsste sich gerade auch zum Wohl der übrigen Bewohner, teilweise Familien mit kleinen Kindern, etwas ändern. Es kann doch nicht sein, dass diese Leute die Regeln nicht befolgen, dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden und die friedlich hier lebenden Leute mit ihrer Ignoranz erheblich stören. Mittlerweile sind wir doch recht verzweifelt.“

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„Aus polizeilicher Sicht lässt sich nicht sagen, dass es zu einer Häufung von Beschwerden gekommen ist. Der Polizei Bremen sind zwei Einsätze bekannt, am 6. April wegen eines Corona-Verstoßes und am 15. April wegen Lärmbelästigung“, beurteilt Bastian Demann von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Präsidialstabes 12 die Lage. Im Rahmen der Corona-Maßnahmen seien im näheren Umfeld Personengruppen aufgrund des Abstandsgebots der Corona-Verordnung kontrolliert worden.

Der Beirat Hemelingen plant für den 23. September eine Ortsbegehung der Föhrenstraße. Ziel ist es, durch mehr Beleuchtung auch das Sicherheitsempfinden der Anwohnerschaft zu verbessern. Außerdem wollen sich die Beiratsmitglieder von der Parksituation ein Bild machen, die durch die aufgestellten Poller ziemlich eingeschränkt sei, sagt Gerhard Scherer von der CDU.

Er sieht erhebliches Verbesserungs- und Entwicklungspotenzial in der Straße und will konkrete Maßnahmen anstoßen. Scherer: „Wir haben die Föhrenstraße im Blick. Sie ist in meinen Augen überholungsbedürftig. Wir wissen, welche Straßen wichtig sind.“ Der Beirat mache sich Gedanken. Richtig Fahrt werden die Verbesserungspläne wohl aber erst aufnehmen, sobald der neue Knotenpunkt samt Bahnhof in der Föhrenstraße realisiert werde, meint der CDU-Politiker, der selbst Architekt ist. „Das Straßenpflaster in der Föhrenstraße gefällt mir nicht“, sagt er, und vergleicht es mit einer „geflickten Ruine“. Gerhard Scherer selbst ist dort ebenfalls bereits die Vermüllung, auch und gerade der Hinterhöfe aufgefallen. Dabei habe die Straße durchaus positives Potenzial, meint Scherer.

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