Aroma-Keislauf für Klimaschutz

Kräuter-Flatrate für die heimische Küche

Der Naturschutzbund Bremen (Nabu) startet nach Pfingsten mit einer Kräuter-Flatrate. Ziel ist es, den Verbrauch von Pflanztöpfen und Substraten zu senken.
27.05.2020, 15:53
Lesedauer: 1 Min
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Kräuter-Flatrate für die heimische Küche
Von Christian Hasemann
Kräuter-Flatrate für die heimische Küche

Beim Naturschutzbund Bremen kann unter anderem Schnittlauch (Foto) ausgeliehen werden.

PETRA STUBBE

Der Naturschutzbund (Nabu) Bremen startet nach Pfingsten seine neue Kräuter-Flatrate mit einer Eröffnungswoche. Schnittlauch, Thymian, Bohnenkraut und weitere Küchenkräuter stehen bereit, um frische Aromen für die Küche zu bringen. Die Kräuter-Flatrate funktioniert nach dem Prinzip leihen, nutzen, tauschen. Interessierte können sich Kräutertöpfe gegen Pfand abholen, die Kräuter nutzen und sie anschließend gegen neue tauschen.

Zurückgebrachte Kräutertöpfe werden im Nabu-Gewächshaus durchgetrieben und stehen nach einigen Wochen erneut zur Verfügung. „Diese Kreislaufnutzung verringert die Neuproduktion von Kräutertöpfen auf einen Bruchteil und schützt wirksam das Klima“, sagt Dorothee Meier vom Nabu-Klimaschutzprojekt. Die Kräuter sind nachhaltig gezogen sowie robust, denn sie mussten sich in dem zwar geschützten, aber nicht klimatisierten Gewächshaus des Nabu behaupten. „Pflanzen sind generell durch ihre Aufwuchsbedingungen geprägt“, betont die Biologin. So gerate eine Pflanze, die bei optimalen Licht- und Temperaturverhältnissen gezogen wurde, unter Stress, wenn es dunkler und kühler ist. „Deshalb schaffen es meist nur wenige der angebotenen Topfkräuter, nach der ersten Ernte nachzutreiben“, so die Biologin.

Die Töpfe landen dann häufig im Müll – und damit die Ressourcen, die für ihre Herstellung verbraucht wurden. Das will der Nabu mit seiner Kräuter-Flatrate verhindern und erhielt zum Start eine Förderung der Nationalen Klimaschutzinitiative. Der Nabu sammelt alte Kräutertöpfe, um Gefäße und Substrate wiederzuverwenden. In der Eröffnungswoche vom 2. bis 5. Juni ist täglich im Vahrer Feldweg 185 von 15 bis 18 Uhr geöffnet, danach sind Beratung und Tausch jeweils montags von 10 bis 11 Uhr und freitags zwischen 17 und 18 Uhr möglich.

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