Bau des Zeppelintunnels

Vollsperrung ab Juni

An der Hastedter Heerstraße bauen die Deutsche Bahn und das Amt für Straßen und Verkehr eine neue Eisenbahnüberführung. Ab Juni muss die Straße für fast acht Wochen gesperrt werden.
10.05.2021, 05:00
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Vollsperrung ab Juni
Von Christian Hasemann
Vollsperrung ab Juni

Die alte Brücke war so niedrig, dass sich LKW häufig festgefahren haben. Nun wird eine neue Brücke gebaut.

PETRA STUBBE

Die Hastedter Heerstraße wird wegen Bauarbeiten an der neuen Eisenbahnüberführung an der Sebaldsbrücker Heerstraße zwischen dem 1. Juni und dem 26. Juli voll gesperrt.

Die Überführung ist als Ersatz für die Eisenbahnüberführung an der Zeppelinstraße, erbaut 1913, vorgesehen, die an ihr Lebensende gekommen ist. Der Ersatzbau ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Bahn und des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV). Im Zuge der Arbeiten wird auch der Kreuzungsbereich Hastedter Heerstraße/Zum Sebaldsbrücker Bahnhof umgestaltet. Die Arbeiten begannen im Januar dieses Jahres und enden voraussichtlich im April 2024.

Sperrung ab Juni

Aktuell werde für Arbeiten zur Vorbereitung und Durchführung von Kampfmittelsondierungen die Vollsperrung der Hastedter Heerstraße im Zeitraum zwischen dem 1. Juni und dem 26. Juli notwendig, heißt es in einer Pressemitteilung. Für Fußgängerinnen und Fußgänger und den Radverkehr sei sowohl die Nutzung der Unterführungen am Sebaldsbrücker Bahnhof als auch an der Hohensteiner Straße möglich. Autos können die Baustelle im gesamten Zeitraum per Umleitung über den Hemelinger Tunnel umfahren.

Die Straßenbahnen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) sollen den Bereich durchgehend befahren können. Möglich seien allerdings einzelne Verspätungen durch den kreuzenden Bauverkehr. Dies könne leider nicht verhindert werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Neuer Standort für Brücke

Die neue Eisenbahnüberführung entsteht circa 70 Meter westlich vom derzeitigen Standort. Sie wird knapp 54 statt bisher 28 Meter breit, da die Trassen auf der Überführung verbreitert werden. Teil der Arbeit ist die Verlegung von Kabeln und Leitungen, die in neuen Verläufen verlegt werden. Zudem werden Weichenverbindungen, Signalanlagen und die Oberleitung angepasst.

Die Deutsche Bahn und das ASV lassen außerdem den Straßentrog und die Lärmschutzwände erneuern. Die Straßendurchfahrt wird künftig etwa 2,5 Meter tiefer liegen, als die bisherige Durchfahrt. Der Grund: An der alten, niedrigeren Eisenbahnüberführung haben sich regelmäßig Lastwagen festgefahren. Das wiederum führte zu Behinderungen der Straßenbahnen. Mit dem Neubau soll außerdem künftig das Volllaufen der Unterführung bei Starkregen ausgeschlossen sein.

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