Pläne schreiten voran

Radler sollen rasch radeln können

Die Pläne zur Fahrradpremiumroute D.15 nehmen in Hemelingen konkrete Formen an. Der Baubeginn eines Streckenabschnitts ist noch in diesem Jahr möglich.
25.02.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Radler sollen rasch radeln können
Von Christian Hasemann
Radler sollen rasch radeln können
Weser-Kurier

Mit einer gewissen Eile schreiten die Pläne für die Fahrradpremiumroute D.15 in Hemelingen voran. In einer virtuellen Anwohnerversammlung hat der Fachplaner des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV), Lutz Schmauder-Fasel, die nächsten Bauabschnitte der Fahrradschnellroute in Hemelingen präsentiert.

Die nun vorgestellten Streckenabschnitte betreffen die Föhrenstraße südlich der Pfalzburger Straße zum Hastedter Osterdeich und die Straße Alter Postweg. Die Föhrenstraße soll ab dem SWB-Kraftwerk neu gestaltet werden. „Wir wollen dort eine Restbreite von 5,50 Meter behalten und auf einer Seite ein Parkverbot einrichten“, erklärte Schmauder-Fasel das Vorhaben. Damit entstünde neben der Autofahrbahn ein 3,25 Meter breiter Fahrrad- und ein zwei Meter breiter Fußweg. Der Fahrradweg soll, wie auf dem gesamten Streckenverlauf der Premiumroute, in schwarzem Asphalt gegossen werden.

Angepasst werden soll außerdem der Kurvenradius direkt vor dem Kraftwerk. „Wir wollen die Kurve entschärfen. Sie ist jetzt sehr scharf für Radfahrer und wir wollen nicht, dass dort abgebremst werden muss.“

Der Sinn einer Anwohnerversammlung zeigte sich in der anschließenden Diskussion. So wandte ein Vertreter der Lloyd Dynamowerke ein, dass sie den breiteren Kurvenradius für ihre Schwerlasttransporte benötigen. „Bei einem 40 Meter langen Schwerlasttransport kommen wir da nicht mehr durch die Kurve.“ Den Planern waren diese Transporte offensichtlich nicht bekannt. „Da müssen wir uns kurzfristig zusammensetzen und schauen, wie wir durch den Kurvenradius kommen“, griff Schmauder-Fasel den Einwand auf. Für diesen Abschnitt der Premiumroute könnte es noch in diesem Jahr losgehen.

Deutlich aufwendiger wird sich die Umgestaltung des Alten Postwegs gestalten. „Die Straße ist in einem sehr schlechten Zustand“, so Schmauder-Fasel. „Im Moment gibt es den Vorschlag, dass wir den Neubau berechnen, und wenn die Kosten auf dem Tisch liegen, zusammen mit der Mobilitäts-Senatorin entscheiden.“ In der Sitzung kristallisierte sich die Variante 2 als die bevorzugte von insgesamt dreien heraus.

Bei dieser wären die Fußwege mit knapp unter zwei Metern zwar etwas schmaler
als bei den anderen Varianten, dafür könnten allerdings auf beiden Seiten der dann durchgängigen Einbahn- und ausgewiesenen Fahrradstraße mehr Parkplätze erhalten bleiben. Parkplätze für alle möglichen Verkehrsarten, wie Lutz Schmauder-Fasel betonte. „Autos, Motorräder, Fahrräder und auch Lastenfahrräder.“ Für den Bereich Quintschlag sehen alle drei Varianten eine Hochpflasterung vor.

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