Verdacht auf Ladendiebstahl Nach Vorfall im Markt mit Sicherheitskraft: Jetzt meldet sich Kaufland

Eine Sicherheitskraft bei Kaufland Bremen-Sebaldsbrück hat einen Kunden wegen Ladendiebstahls verdächtigt. Der Kunde verließ den Markt ohne Einkäufe über den Eingang. Nun meldet sich Kaufland zu Wort.
19.09.2020, 05:00
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Nach Vorfall im Markt mit Sicherheitskraft: Jetzt meldet sich Kaufland
Von Florian Schwiegershausen

Weil Marcus Funke am vergangenen Samstag bei Kaufland in Bremen-Sebaldsbrück das Geschäft ohne etwas gekauft zu haben, über den Eingang bei der Information verließ, verlangte die Sicherheitskraft von ihm, dass er seine Hosentaschen ausleeren soll. Für die Sicherheitskraft reichte das als hinreichenden Tatverdacht für einen Ladendiebstahl. Nun meldet sich Kaufland. Eine Sprecherin aus der Zentrale in Neckarsulm sagte dem WESER-KURIER: „Wir bedauern, dass sich Ihr Leser unrechtmäßig behandelt fühlte und nehmen dies zum Anlass, die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens noch einmal zu sensibilisieren.“

Sie ergänzt, dass die Mitarbeiter des beauftragten Sicherheitsunternehmens geschult und erfahren im täglichen Umgang mit Kunden seien. Kaufland beantwortete aber nicht die Frage, ob die Sicherheitskraft über die Sachkundeprüfung nach Paragraph 34a der Gewerbeordnung verfügt, was beim Schutz vor Ladendieben durchaus üblich ist.

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Die Sachkundeprüfung geht über die Unterrichtung nach Paragraph 34a hinaus. Bei der Unterrichtung nimmt die künftige Sicherheitskraft an einem Kurs teil, der 40 Stunden umfasst, und mit einer mündlichen und schriftlichen Prüfung abgeschlossen wird. Dieser Kurs kostet zwischen 400 und 500 Euro und wird von Industrie- und Handelskammern angeboten. Nach dem Vorfall, den Funke als Kunde erlebt hat, weil er von der Sicherheitskraft als Ladendieb verdächtigt wurde, sagt die Kaufland-Sprecherin zum Schluss: „Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass sich Kunden in solchen Fällen jederzeit direkt vor Ort an unsere Hausleitung wenden können.“

Funke wartete auf die Polizei allerdings bei der Information des Marktes in Anwesenheit von zwei Kaufland-Mitarbeiterinnen. „Die waren mir gegenüber eher belehrend als hilfreich und sagten zu mir: 'Hätten Sie den Markt durch den Kassenbereich verlassen, wäre Ihnen das nicht passiert“, erinnert sich Funke.

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