Schafscherfest des Nabu Wie die Wolle verarbeitet wird

Die Moorschnucken, Landschafe und Coburger Füchse warten angesichts der Temperaturen wohl schon genauso darauf, wie die Besucher: Beim Nabu in Sebaldsbrück ist Schafschurfest. Was dabei alles geboten wird.
22.05.2022, 19:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Kornelia Hattermann

Die wundersame Wandlung vom Wolletier zum hageren Landschaf kann das Publikum traditionell am Himmelfahrtstag beim Naturschutzbund (Nabu) in Sebaldsbrück miterleben. Dann werden die Schafe geschoren. Diesmal organisiert der Nabu am Donnerstag, 26. Mai, von 11 bis 16 Uhr dazu noch eine Fülle anderer Veranstaltungen im Vahrer Feldweg.  Neben der Schur, Filzen und Spinnen der Wolle gibt es die Repair-Garage, Tauschbörsen, Workshops und natürlich Kinderaktionen und Bioprodukte.

Wolle in all ihrer Vielfalt

„Mittelpunkt ist der natürliche Rohstoff Wolle, den wir auf alle mögliche Arten verarbeiten“, erklärt Nabu-Geschäftsführer Sönke Hofmann, „aus der müffelnden Rohwolle werden dann bunt gefärbte Filzmatten, und der Abfall dient als Dünger oder natürlicher Verbissschutz.“ Dazu gibt es Schauspinnen und Kinderaktionen zum Schaf.

Fünf alte Rassen hält der Nabu gemeinsam mit dem Schullandheim Dreptefarm: Moorschnucke, Bentheimer Landschaf, Coburger Füchse, Leineschaf und Rauwolliges Pommersches Landschaf.

Balkongemüse und nachhaltige Kräutertöpfe

Als Workshops bieten die Naturschützer um 12 Uhr und um 13.30 Uhr das Färben mit Pflanzenfarben, ab 11.30 Uhr die ideale Kombination des Balkongemüses und um 14 Uhr dann "nachhaltige Kräutertöpfe" an. Für den Beet-Kompostboxen-Bau und das Nähen von Patchwork-Handytaschen, jeweils 15 Uhr, ist eine Anmeldung unter Telefon 48 44 48 70 erforderlich.

Um Ressourcen zu sparen, sind Tauschbörsen eine gute Idee. Dabei wird nicht mehr Benötigtes gegen Anderes, nunmehr Sinnvolles eingetauscht. Während des Aktionstages können Gartendeko, Übertöpfe, Pflanztöpfe sowie Kurzwaren getauscht und auch gespendet werden. „Das Motto ist ‘Ungenutztes zur Verfügung stellen, Schönes finden’, und das schützt auch noch das Klima“, freut sich Hofmann.

Repair-Garage geöffnet

Ebenfalls klimafreundlich und von der Umweltsenatorin gefördert ist die offene Repair-Garage, in der ein gelernter Tischler und ein Mechaniker kaputte Dinge aus Holz und Metall sichten. „Da kann man mit seinem Lieblingsstuhl, der aus dem Leim geht, vorbeikommen und erhält professionelle Hilfe“, so die Naturschützer. Kleinere Reparaturen werden gleich vor Ort gemacht, bei größeren wird eingeschätzt, ob der Aufwand sich wirklich lohnt, wie es gehen würde und ob eine konventionelle Werkstatt da helfen könnte.

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