Jugendhilfeeinrichtung Feuerwache

Vorwürfe laufen offenbar ins Leere

Das Jugendamt hat die Feuerwache überprüft. Das Ergebnis ist offenbar eindeutig: Die Vorwürfe gegenüber der Jugendhilfeeinrichtung haben sich nicht bestätigt. Die Opposition will das so nicht gelten lassen.
12.03.2021, 19:07
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Vorwürfe laufen offenbar ins Leere
Von Frank Hethey

Für die Vorwürfe ehemaliger Mitarbeiter, in der Jugendhilfeeinrichtung Feuerwache in Hemelingen werde das Kindeswohl gefährdet, hat das Jugendamt keinen Anhaltspunkt finden können. „Die jungen Menschen haben auch selber formuliert, dass sie sich in der Einrichtung wohlfühlen und dort gut betreut werden“, heißt es in einem Zwischenbericht des Sozialressorts. Mit dem zweiseitigen Papier reagiert die Behörde auf einen umfangreichen Fragenkatalog der CDU-Fraktion in der Sozialdeputation. Weitere Details zu den näheren Umständen sind laut Ressortsprecher Bernd Schneider in der nächsten nicht-öffentlichen Sitzung im April zu erwarten.

In dem Haus soll es zu Drogen- und Tabakkonsum gekommen sein, ein Kind wurde angeblich bedroht und drangsaliert (wir berichteten). Mehrfach sei die Einrichtung nach der Beschwerde auch unangemeldet besucht und überprüft worden. „Von den Vorwürfen hat sich nichts bestätigt“, sagt Schneider. „Die Einrichtung arbeitet unter schwierigen Umständen hervorragend.“ Kritisch bewertet Sandra Ahrens (CDU) indessen die Aussage im Bericht, derzeit melde der Träger jedes Vorkommnis detailliert und umfassend. „Vorher also nicht?“, fragte sie in der Deputationssitzung am Donnerstag.

Zu einem Schlagabtausch zwischen Ahrens und Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) war es zu Beginn der Sitzung gekommen. Die CDU-Politikerin rügte die aus ihrer Sicht unzureichende Antwort auf die Berichtsbitte ihrer Partei. Stahmann konterte unter Hinweis auf das Verfahren der Akteneinsicht, ihrem Ressort fehlten die Kapazitäten, um „kleinstteilige Fragen zu beantworten“.

Um die aktuelle Gesamtsituation zu bewerten und die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren zu verbessern, soll am 15. März ein Treffen mit Vertretern der Einrichtung Feuerwache, dem Beratungsdienst Fremdplatzierung und dem Landesjugendamt stattfinden. Für einen noch unbestimmten Zeitpunkt um die Jahreswende 2021/22 ist eine Fachtagung geplant.

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