Neue Erkenntnisse im Sportausschuss

Universität will Discgolfanlage aufgeben

Das Wissenschaftsressort hat in einem Schreiben an das Ortsamt erklärt, „die Anlage weitergeben zu wollen“ und damit Hoffnung auf den Erhalt der Discgolfanlage geweckt. Die wurde jetzt zerschlagen.
03.05.2021, 05:00
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Von Maren Brandstätter
Universität will Discgolfanlage aufgeben

Christoph Acktun hat die Discgolfanlage am Sportturm der Universität initiiert.

Frank Thomas Koch

Die Universität Bremen will ihre Discgolfanlage am Sportturm nach wie vor aufgeben. Der Horn-Leher Beiratsausschuss für Sport hatte sich im März einstimmig für den Erhalt der Anlage ausgesprochen und zu seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag Vertreter der Uni und des Wissenschaftsressorts zu einem entsprechenden Austausch eingeladen.

Vorab hatte ein Schreiben aus dem Wissenschaftsressort das Ortsamt erreicht, das den Ausschuss äußerst positiv auf die Sitzung eingestimmt hatte. Ein Erhalt der Discgolfanlage setze aufgrund des Gefährdungspotenzials eine zusätzliche Aufsicht voraus, die seitens der Uni nicht gestellt werden könne, hieß es darin. Es sei jedoch möglich, die Anlage unentgeltlich an einen Interessenten weiterzugeben, der sie dann mit entsprechenden Sicherheitsregelungen betreiben könnte. Die weiteren Ausführungen von Wissenschaftsressort-Mitarbeiter Manfred Schütte-Thuy stellten die Angelegenheit für den Ausschuss dann allerdings in einem völlig neuen Licht dar. Mit „die Anlage weitergeben“ sei nicht etwa das Discgolfgelände gemeint, stellte er klar, sondern lediglich die Ausstattung – also die Körbe.

Die Sitzungsteilnehmer reagierten äußerst irritiert auf diesen Hinweis. „Die Anlage besteht für mich in erster Linie aus dem Gelände“, betonte Christoph Acktun, der die Discgolfanlage vor sieben Jahren initiiert hatte. Auch Ausschuss-Sprecher Jochen Behrendt (Grüne) betonte, dass man bei „Anlage“ an die Fläche und nicht an die Körbe denke. Schütte-Thuy erklärte dazu, die Anlage dürfe nicht länger auf dem Universitätsgelände betrieben werden, da sie keinen wissenschaftlichen Zweck erfülle. Uni-Baudezernatsleiter Hans-Joachim Orlok ergänzte, dass es sich bei dem Gelände um ein Privatgrundstück der Universität handele, das nicht für den öffentlichen Betrieb freigegeben werden könne. Ortsamtsleiterin Inga Köstner kündigte an, das Thema zeitnah wieder auf die Tagesordnung des Sportausschusses zu setzen, der die neuen Erkenntnisse nun zunächst einmal „sacken lassen“ müsse.

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