Sozialer Arbeitskreis in Horn-Lehe bringt Einrichtungen an einen Tisch / Informationsangebote für Senioren Aus Einzelkämpfern werden Netzwerker

Horn-Lehe. Zahlreiche Dienstleister kümmern sich alleine im Stadtteil Horn-Lehe um Senioren. Ob ambulant oder stationär - bislang waren Kooperationen zwischen den Einrichtungen eher die Ausnahme auf dem Wachstumsmarkt Altenpflege. Doch das soll anders werden. Das ist Ziel eines Sozialen Arbeitskreises, der sich im Stadtteil gegründet hat.
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Aus Einzelkämpfern werden Netzwerker
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Zahlreiche Dienstleister kümmern sich alleine im Stadtteil Horn-Lehe um Senioren. Ob ambulant oder stationär - bislang waren Kooperationen zwischen den Einrichtungen eher die Ausnahme auf dem Wachstumsmarkt Altenpflege. Doch das soll anders werden. Das ist Ziel eines Sozialen Arbeitskreises, der sich im Stadtteil gegründet hat.

Ganz neu ist der Gesprächskreis nicht. Bereits vor zehn Jahren gab es in Horn-Lehe eine Gruppe von Menschen, die sich um Senioren kümmerte und sich regelmäßig traf. Zwischenzeitlich jedoch ruhte der Arbeitskreis, jetzt wurde das Projekt wieder ins Leben gerufen.

"Wir wollen den regelmäßigen Austausch von Informationen vorantreiben und ein Netzwerk bilden", beschreibt Annemarie Narpoth-Wißmann vom Dienstleistungszentrum Horn des Paritätischen den Ansatz. Alle Dienstleistungszentren haben das Ziel, mindestens vier Prozent der älteren Bevölkerung ambulant zu versorgen. In diesem Jahr wurden 520 Senioren betreut.

Treffen alle drei Monate

Einmal im Quartal treffen sich die Vertreter der beteiligten sozialen Einrichtungen, um im Arbeitskreis Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. "Trotz aller Konkurrenz wollen wir keine Einzelkämpfer sein, sondern uns gegenseitig helfen", sagt Hartwig Claus, Leiter der Begegnungsstätte Johanniterhaus.

Beteiligt im Arbeitskreis sind Mitglieder des Beirats und des Ortsamts, Vertreter von Senioren und von Wohlfahrtsverbänden sowie Beratungs- und Versorgungseinrichtungen. Dazu kommen die Kontaktpolizisten, Selbsthilfegruppen, Kirchengemeinden und andere mehr. "Die Vernetzung unserer Organisatoren ist das Hauptanliegen unserer Treffen", sagt Norpoth-Wißmann. Kein "Riesenprojekt" mit hohem Aufwand soll es werden, der persönliche Austausch stehe im Mittelpunkt. Außerdem will der Arbeitskreis "bei der Planung, dem Aufbau und der Weiterentwicklung von hilfreichen Angeboten für ältere Bürger im Stadtteil mitwirken und die Entscheidungsträger beraten und begleiten", heißt es in der Geschäftsordnung. In kleinerem Maßstab hätten die Träger auch in der Vergangenheit zusammengearbeitet, "etwa bei der Vermittlung von Nachbarschaftshilfe für Senioren", erzählt Birgit Riekens von der Bremer Heimstiftung.

Großes Ziel künftiger Kooperationen auf breiter Basis sei, den Informationsfluss für ältere Menschen zu verbessern. "Es geht darum, die Leute zu informieren, was im Stadtteil passiert. Wo sie Hilfe und Unterstützung bekommen können, aber auch welche Angebote es für Freizeitgestaltung und Geselligkeit gibt", sagt Hartwig Claus. Er hält es für hilfreich, dass auch die Kontaktpolizisten in den Prozess eingebunden sind. "Für uns ist besonders aufschlussreich, wenn die Beamten aus ihrer Sicht über die Probleme älterer Menschen sprechen. das ist eine andere Perspektive", so Hartwig Claus.

Wer sich für den Sozialen Arbeitskreis interessiert, kann sich bei Annemarie Norpoth-Wißmann unter Telefon 237121 näher informieren.

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