Schau zum 825-jährigen Bestehen Horn-Lehes wird am Sonnabend um 15 Uhr im Ortsamt eröffnet Ausstellung spannt historischen Bogen

Horn-Lehe. Es war viel Arbeit für die Organisatoren der Ausstellung zum 825-jährigen Bestehen des Stadtteils Horn-Lehe. Monatelang haben Mitglieder im historischen Arbeitskreis des Bürgervereins unter Federführung des Stadtteil-Chronisten Michael Koppel Archive und Nachlässe gesichtet, mit Zeitzeugen der jüngeren Geschichte gesprochen, eine Fülle an Material geordnet und in eine komprimierte, präsentationsfähige Form gebracht.
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Ausstellung spannt historischen Bogen
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Es war viel Arbeit für die Organisatoren der Ausstellung zum 825-jährigen Bestehen des Stadtteils Horn-Lehe. Monatelang haben Mitglieder im historischen Arbeitskreis des Bürgervereins unter Federführung des Stadtteil-Chronisten Michael Koppel Archive und Nachlässe gesichtet, mit Zeitzeugen der jüngeren Geschichte gesprochen, eine Fülle an Material geordnet und in eine komprimierte, präsentationsfähige Form gebracht.

"Seit 25 Jahren hat es keine so umfassende Übersicht über die Geschichte Horn-Lehes gegeben", sagt Michael Koppel. Auf mehr als 60 großformatigen Schautafeln wird mit Texten, Dokumenten und vielen Bildern ein Bogen von den ersten fünf holländischen Siedlern zu den heute etwa 24000 Einwohnern des Stadtteils gespannt. Von den kirchlichen Anfängen geht es über die Besiedlung durch Bauern zur allmählichen Verstädterung durch wohlhabende Bremer Bürger schließlich zum Siedlungsbau und zur Erschließung durch moderne Verkehrswege. Darstellungen von Schulen, Vereinen, alten Gaststätten runden das Bild ab.

Neben den übergreifenden geschichtlichen Zusammenhängen machen auch Kleinigkeiten die Ausstellung interessant: Ein alter Fahrschein der alten Linie 4 ist ebenso zu sehen wie der Dienstausweis von James Last beim damals noch amerikanischen Sender Radio Bremen. Zu erfahren ist auch, was die Kleinbahn Jan Reiners mit Schmierseife zu tun hatte oder wie Vor- und Achterstraße zu ihren Namen gekommen sind.

Wann aufs Jahr genau Horn und Lehe entstanden sind, weiß man immer noch nicht genau. Zwar gibt es Hinweise auf das frühe 12. Jahrhundert, aber die Dokumente dazu sind verschollen. So einigte man sich auf Anraten des Staatsarchivs auf das urkundlich gesicherte Jahr 1185.

Die Ausstellung wird am Sonnabend, 27. November, um 15 Uhr, im Ortsamt, Berckstraße 10, eröffnet. Einführende Worte spricht Margit Hohlfeld, Referenten der Kulturstaatsrätin. Außerdem musizieren Eva und Jochen Ströh. Die Präsentation ist bis zum 10. Dezember täglich 15 bis 19 Uhr im Ortsamt zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Der historische Arbeitskreis im Bürgerverein Horn-Lehe trifft sich an jedem dritten Dienstag im Monat um 20 Uhr in der Seniorenresidenz Brucknerstraße. Mitstreiter und weitere Materialien sind willkommen. Weitere Informationen erteilt Michael Koppel, Anna-Wegener-Weg 41, 28357 Bremen, Telefon 23 77 29.

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