Erfolgreiche Veranstaltungsreihe des FlorAtriums für Kinder geht weiter Bauernhöfe klären auf

Horn-Lehe·Oberneuland. Zehn Landwirte aus Bremen und Umgebung öffnen ihre Stallungen und Scheunentore, damit Stadtkinder Antworten auf Fragen wie woher kommt die Milch Antworten bekommen. Die Nachfrage nach der Aktion "Erlebniswelt auf dem Bauernhof" ist gut, bilanziert das FlorAtrium als Initiator.
14.02.2010, 08:20
Lesedauer: 2 Min
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Bauernhöfe klären auf
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe·Oberneuland. Wo kommt eigentlich die Milch her? Und woher das Frühstücksei? Wie entsteht Erdbeermarmelade? Wann und wo wächst der Spargel? Stadtkinder, die auf diese Fragen keine Antwort wissen, können sich vor Ort ein Bild machen: 'Erlebniswelt auf dem Bauernhof' heißt die Veranstaltungsreihe, die das FlorAtrium des Landesverbandes der Gartenfreunde in Horn-Lehe mit großem Erfolg anbietet.

Zehn Landwirte aus Bremen und Umgebung beteiligen sich daran: Sie öffnen ihre Stallungen und Scheunentore regelmäßig für Kindergartengruppen und Schulklassen.

'Die Nachfrage ist gut, wir können nicht klagen', zieht Projektleiterin Heike Schneider ein positives Fazit. Gemeinsam mit den beteiligten Landwirten traf sie jüngst zusammen, um einen Ausblick auf kommende gemeinsame Unternehmungen zu wagen. Anwesend waren Bauern aus Borgfeld, Blockland und Oberneuland.

Auch verarbeitende Betriebe einbinden

'Ich kann mir vorstellen, künftig auch verarbeitende Betriebe einzubeziehen, etwa eine Fleischerei, einen Bioladen oder ähnliches', sagte Heike Schneider.

Gute Erfahrungen mit dem Angebot hat Bea Kaemena vom gleichnamigen Bio-Bauernhof in Oberneuland gemacht. 'Wir haben einmal teilgenommen und die Resonanz war sehr positiv', sagt sie.

Marmelade kochen kam gut an

Die Aktion, gemeinsam mit den Kindern Erdbeermarmelade aus frischen Früchten zu kochen, sei sehr gut angekommen.

Wie berichtet, hatte das Ehepaar Kaemena vor kurzem seine Verkaufsstände in Oberneuland und Borgfeld aufgegeben. 'Wir hatten viele Anrufe von Kunden, die sehr traurig darüber waren. Einige haben uns sogar ihr Grundstück angeboten, damit wir unseren Stand weiterführen', erzählt die Landwirtin. Künftig wolle sich der Hof aber auf die Direktvermarktung seiner Produkte konzentrieren.

Weitere Bauernhöfe gesucht

Auch in diesem Bereich sieht Heike Schneider Möglichkeiten, unterstützend tätig zu werden. Dabei könne die 'Erlebniswelt' Bauernhof helfen. 'Durch den Einblick, wie die Landwirtschaft funktioniert, steigt nicht zuletzt die Akzeptanz', hofft die Projektleiterin.

Ziel des FlorAtriums sei es, weitere Betriebe für das Programm zu gewinnen. Die Vernetzung der Teilnehmer im Stadtteil und darüber hinaus hält sie für wichtig.

'Durch gezielte Erlebnisangebote sollen Produktionsweisen dem Verbraucher transparent gemacht werden', betont Heike Schneider.

Vor allem für Stadtkinder sei die Herkunft vieler Lebensmittel nicht mehr bekannt. 'Dass Eier nicht aus dem Kühlschrank kommen, müssen viele Kinder heutzutage erst lernen', sagt sie.

Freizeitprogramm wird entwickelt

Aber nicht nur Kinder, sondern gemischte Gruppen sollen künftig den Trip zum Bauernhof buchen können. Geplant ist ein Freizeitprogramm, das allerdings gerade entwickelt wird. 'Dann komme ich gerne mal am Wochenende vorbei', kündigte Heike Schneider den Landwirten an.

Auch Bea Kaemena kann sich vorstellen, das Angebot weiter auszuweiten und Erwachsene einzubeziehen. Noch Zukunftsmusik ist eine Idee ihres Mannes Hajo Kaemena, Spargel zum Selberstechen anzubieten.

'Es wäre für viele sicher interessant zu erleben, wie der Spargel geerntet und weiterverarbeitet wird. Den Kunden ist vielfach gar nicht klar, wie viel Arbeit das ist', erzählt die Landwirtin.

Nähere Informationen und der aktuelle Veranstaltungsplan können unter Telefon 505503 oder E-Mail an h.schneider@gartenfreunde-bremen.de angefordert werden.

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