Charme der Elsa-Brändström-Straße soll gewahrt bleiben Beirat gegen Trend zu Stadtvillen

Horn-Lehe. Die Elsa-Brändström-Straße gilt nicht nur als ruhige Wohngegend, sondern mit ihren kleinen Siedlungshäusern als eine der schönsten in Bremen. Doch das könnte sich ändern. Nachdem der alte Bebauungsplan mit seinen Beschränkungen aufgehoben wurde, befürchtet der Beirat, dass der besondere Charakter der Straße langfristig verschwinden könnte.
20.01.2010, 12:53
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Beirat gegen Trend zu Stadtvillen
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Die Elsa-Brändström-Straße gilt nicht nur als ruhige Wohngegend, sondern mit ihren kleinen Siedlungshäusern als eine der schönsten in Bremen. Doch das könnte sich ändern. Nachdem der alte Bebauungsplan mit seinen Beschränkungen aufgehoben wurde, befürchtet der Beirat, dass der besondere Charakter der Straße langfristig verschwinden könnte.

Ein Indiz für die Entwicklung sieht Ortsamtsleiter Wolfgang Ahrens darin, dass nach einem Mehrfamilienhaus aus den 1970er-Jahren in der Elsa-Brändström-Straße jüngst eine sogenannte Stadtvilla mit mehreren Wohnungen errichtet wurde.

Um über die rechtliche Lage und die weiteren Planungen Auskunft zu erhalten, hat der Beirat zu seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 28. Januar, 19 Uhr, einen Vertreter der Planungsbehörde eingeladen.

'Wir sehen einen Trend zu solchen Stadtvillen und sind nicht der Ansicht, dass sie sich in den besonderen Siedlungscharakter der Straße einfügen', begründet Ahrens den Vorstoß des Beirats. Nun müsse geklärt werden, ob für die Straße ein neuer Bebauungsplan mit entsprechenden Regelungen aufgestellt werden müsse.

Investor steht Gewehr bei Fuß

Irmtraud Konrad vom Bausenator bestätigte auf Anfrage, dass der Behörde aktuell ein Bauantrag für ein weiteres Mehrfamilienhaus vorliegt. 'Ein Investor steht Gewehr bei Fuß. Es ist aber noch nichts entschieden', betont sie.

Gemeinsam mit dem Beirat sollten nun die Befürchtungen des Stadtteils sowie die Notwendigkeit eines neuen B-Plans diskutiert werden. 'Es geht um die Frage, wie die vorhandene Struktur bewahrt werden kann', versichert Irmtraud Konrad. Sollten vereinzelte bauliche Änderungen genehmigt werden, würden diese behutsam und mit Augenmaß erfolgen. 'Den besonderen Charme der Elsa-Brändström-Straße wollen wir auch als Behörde bewahren. Es ist nur die Frage, ob man da mithilfe eines neuen B-Plans einen Riegel vorschieben muss'.

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