Innensenator verspricht Investitionen in Lehesterdeich Beirat lobt Mäurers Feuerwehrkonzept

Horn-Lehe. Die Befürchtungen waren groß - doch nun herrscht Erleichterung: Ein deutliches Bekenntnis zur Freiwilligen Feuerwehr Lehesterdeich hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) auf der jüngsten Sitzung des Beirats Horn-Lehe abgelegt. Und nicht nur das. Künftig will die Stadtgemeinde in die Wehr ordentlich investieren. Ein neues Feuerwehrgebäude und ein weiteres Fahrzeug sind in der nächsten Legislaturperiode geplant.
06.12.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Beirat lobt Mäurers Feuerwehrkonzept
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Die Befürchtungen waren groß - doch nun herrscht Erleichterung: Ein deutliches Bekenntnis zur Freiwilligen Feuerwehr Lehesterdeich hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) auf der jüngsten Sitzung des Beirats Horn-Lehe abgelegt. Und nicht nur das. Künftig will die Stadtgemeinde in die Wehr ordentlich investieren. Ein neues Feuerwehrgebäude und ein weiteres Fahrzeug sind in der nächsten Legislaturperiode geplant.

So viel Lob und Zustimmung hat der Innensenator wohl selten erhalten, seit er im Frühjahr mit Überlegungen an die Öffentlichkeit gegangen war, Wehren zusammenzulegen und damit Kosten zu sparen. Stephan Quaß (CDU) und Dieter Mazur (Grüne) sprachen unisono von einem großen Stein, der ihnen vom Herzen gefallen sei. Positiv hoben die Stadtteilpolitiker auch das "lösungsorientierte und beispielhafte Verfahren" hervor, das zu dem jetzigen Konzept geführt habe.

Dieses stellte Mäurer dem Beirat als Reaktion darauf vor, dass die 20 Bremer Wehren mit einer Ausrüstung und einem Fuhrpark zu kämpfen hätten, in den lange nichts investiert wurde. Statt mit der Gießkanne Mittel zu verteilen, wolle er künftig schwerpunktmäßig erneuern und sanieren. Dazu wurden die Freiwilligen Feuerwehren in drei Kategorien eingeteilt. Zur besten Gruppe, den Schwerpunktwehren, zählen außer Lehesterdeich nur Neustadt und Blumenthal. Sie sollen sich durch eine 24-stündige Bereitschaft auszeichnen. Dazu müssen sie mindestens 40 Einsatzkräfte sowie eine aktive Jugendwehr und eine Mindestausstattung an Fahrzeugen aufweisen. Mit bisher 86 Einsätzen im laufenden Jahr liegt die Wehr Lehesterdeich im Vergleich mit anderen vorne. Zwar erreicht sie noch nicht in allen Punkten das angestrebte Profil. So sind etwa von den benötigten vier Einsatzfahrzeugen erst drei vorhanden. "Das muss auch nicht so sein. Das Programm ist für die kommenden zehn bis 15 Jahre angelegt", sagte

Mäurer.

So viel Zeit will sich der Senator allerdings nicht lassen, um die Wehr Lehesterdeich in einem neuen Gebäude unterzubringen. Stimmt die Innendeputation dem Konzept im Januar zu, will Mäurer in 2011 die nötigen finanziellen Mittel einwerben. "Wir packen das Projekt im nächsten Jahr an und bringen es in der neuen Legislaturperiode zum Abschluss", versprach er.

Gebäudeneubau hat Vorrang

Wie marode das Dienstgebäude ist und wie primitiv die Einsatzkräfte dort untergebracht sind - davon hatte sich Mäurer vor einiger Zeit selbst ein Bild gemacht. Sein Fazit: "Die Wehr ist zwingend woanders unterzubringen. Die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht." Diese Maßnahme werde "mit absolutem Vorrang" behandelt. Wehrführer Heiko Lürßen schilderte Risse und ein Gefälle in der Bodenplatte. Außerdem seien weder Umkleideräume vorhanden noch getrennte Toiletten für weibliche und männliche Mitglieder. Das betagte Gebäude befinde sich in einer Vorstufe zur Einsturzgefährdung, hieß es.

Gefragt nach dem künftigen Standort sagte der Innensenator, das alte Gelände sei nicht für einen Neubau geeignet. Erforderlich sei eine Unterbringung für die Einsatzkräfte sowie ein Gerätehaus. Die Planungen würden umgehend beginnen, um keine unnötige Verzögerung zu riskieren. Ein Angebot von Dieter Mazur, über einen geeigneten Platz könne sich auch der Beirat Gedanken machen, nahm Mäurer an. Ortsamtsleiter Wolfgang Ahrens betonte, dass der nächste wichtige Schritt die Zustimmung der Deputation sei.

Mäurer nahm auch kurz zum geplanten Umzug des Polizeireviers Horn in das Postgebäude an der Lilienthaler Heerstraße Stellung. Alle beteiligten Behörden warteten auf den Vertragsabschluss zwischen dem Eigentümer und dem Investor. Er hoffe, das Kapitel bald beenden zu können.

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