Stiftungsresidenz verwirklicht großen Umbau und ein Dachvafé 'Das wird ein neues Riensberg'

Horn-Lehe. Beim Umbau der Stiftungsresidenz Riensberg wird nicht gekleckert, sondern geklotzt: Bis Ende 2012 werden rund 4500 Quadratmeter in der Riekestraße umgestaltet. Auf dem bisher ungenutzten Flachdach entsteht im ersten Bauabschnitt eine Mischung aus Penthouse und Gesellschaftsraum.
14.02.2010, 08:20
Lesedauer: 2 Min
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'Das wird ein neues Riensberg'
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Um Superlative ist Alexander Künzel, Vorstandsvorsitzender der Bremer Heimstiftung, nicht verlegen. Und so wird auch beim aktuellen Projekt nicht gekleckert, sondern geklotzt. Rund 4500 Quadratmeter werden bis Ende 2012 in der Stiftungsresidenz Riensberg, Riekestraße, umgestaltet. Der Clou: Auf dem bislang ungenutzten Flachdach entsteht als erster Bauabschnitt eine Mischung aus Penthouse und Gesellschaftsraum.

'Das wird das schönste Dachcafé Bremens', ist Künzel begeistert. Eine genaue Bezeichnung für das fertige Bauwerk müsse aber noch gefunden werden. Dachzimmer klingt zu profan, ein Wintergarten befindet sich normalerweise im Erdgeschoss und nicht auf dem Dach.

'Dazu können wir hausintern einen Wettbewerb ausschreiben. Die Bewohner sollen Vorschläge machen', schlägt der Vorstandsvorsitzende vor.

Mehr Lebensqualität

Egal, welcher Name am Ende gefunden wird, für die Bewohner soll sich in Sachen Lebensqualität eine Menge verbessern. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss entstehen in den kommenden zwei Jahren für 95 Bewohner Einzelappartements und zusätzliche Gemeinschaftsräume.

'Aus den Pflegestationen werden feste Wohngruppen', erläutert Hausleiterin Barbara Tebruck das Konzept. Es gehe darum, gemeinsam mit den Bewohnern den Alltag zu gestalten und ihnen auf Wunsch mehr Individualität zu ermöglichen.

Dazu werden die beiden unteren Etagen komplett verändert. Dabei entstehen große, offene Flurbereiche, die Künzel als Marktplätze bezeichnet. Hier besteht die Möglichkeit für die Senioren, sich zu treffen und zu klönen.

Lärm nicht zu vermeiden

'Es wird viel Belästigung auch mit unvermeidlichem Lärm in den nächsten Monaten geben. Die Bauarbeiten erfolgen während des normalen Betriebs', warb Künzel bei den Bewohnern um Verständnis. Der Aufwand lohne sich jedoch, versprach er. 'Am Ende wird das ein neues Riensberg.'

Als erster Bauabschnitt wird der Komplex auf dem Dach fertiggestellt. Bereits Ende April soll alles für eine Nutzung bereit sein. 'Wir denken vor allem an Veranstaltungen und Feiern sowie an unsere Gruppen wie Bridge oder Schach', sagt Barbara Tebruck.

Insgesamt soll der Dachraum eine Größe von 50 Quadratmetern haben, zuzüglich eines kleinen Vorzimmers von zehn Quadratmetern. Der Entwurf von Architekt Peter Cordes sieht außerdem eine großzügige Dachterrasse vor, die rund 160 Quadratmeter umfasst.

'Die Fläche wird begrünt mit Pflanzkübeln. Außerdem gibt es Sitzgelegenheiten, damit die Bewohner bei schönem Wetter draußen sitzen können', sagt er.

Investitionen von rund zwei Millionen Euro

Die Umbauten an der Stiftungsresidenz kosten rund zwei Millionen Euro. Das Projekt bildet den Abschluss der Sanierungsarbeiten und nach Einschätzung von Künzel auch den Höhepunkt.

Insgesamt wird die Modernisierung der 25 Standorte in Bremen nach Fertigstellung zehn Jahre gedauert haben. Die Kosten schätzt der Vorstandsvorsitzende auf rund 20 Millionen Euro. Finanziert wird der aktuelle Umbau komplett aus Eigenmitteln der Heimstiftung.

'Wir arbeiten nicht, um möglichst hohe Gewinne auszuschütten, sondern kostenneutral. Alle Profite kommen der Stiftung zugute', betont Künzel.

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