Klaus Schalipp und Heiko Heiken stellen aus Der eine liebt Farben, der andere Grautöne

Horn-Lehe. Erlebnisse aus dem Alltag sowie individuelle Reiseimpressionen spielen in der Malerei von Klaus Schalipp und Heiko Heiken eine zentrale Rolle. Im Rahmen ihrer Gemeinschaftsausstellung im Haus am Walde zeigen die beiden Künstler derzeit eine Auswahl ihrer Arbeiten in Acryl und Öl, die auf einem fotorealistischen Malstil beruhen.
07.04.2010, 08:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Christina Klinghagen

Horn-Lehe. Erlebnisse aus dem Alltag sowie individuelle Reiseimpressionen spielen in der Malerei von Klaus Schalipp und Heiko Heiken eine zentrale Rolle. Im Rahmen ihrer Gemeinschaftsausstellung im Haus am Walde zeigen die beiden Künstler derzeit eine Auswahl ihrer Arbeiten in Acryl und Öl, die auf einem fotorealistischen Malstil beruhen.

Das Interesse an der Kunst war bei beiden Männern immer groß gewesen. So entschlossen sie sich vor einigen Jahren, an einem Weiterbildungsstudium der Hochschule für Künste in Bremen teilzunehmen, wo sich Schalipp und Heiken kennenlernten.

Während Heiken für seine Darstellungen eine große Farbpalette bevorzugt, setzt Schalipp mit seinen 'Graubildern' neue Akzente, um Formen und Strukturen zu verdeutlichen. 'Grau ist die Gesamtheit aller Farben', erklärt der 73-jährige Maler aus dem Viertel und fügt hinzu, dass genau darin die Spannung für ihn liege.

Unterschiedliche Grautöne

Aus den Mischfarben Blau und Braun, die er nach Bedarf mit Weiß aufhellt, fertigt er unterschiedliche Grautöne an, die seinen Werken eine geheimnisvolle Ausstrahlung verleihen. 'Das ist eine spannende Geschichte. Wenn genügend Farbschichten übereinander liegen, kommt die Farbigkeit ins Spiel', unterstreicht Schalipp. Ebenso wie Heiken nutzt er als Basis für sein kreatives Schaffen eigene Fotografien, wobei er durch die farbliche Reduzierung ganz neue Bildwelten entstehen lässt.

Ein Beispiel hierfür ist die Abbildung eines Olivenhains in Griechenland, dessen Blätter sich in den Farbmassen scheinbar auflösen. Neben Titeln wie 'Die türkische Brücke', 'Giacomo Puccini' und 'Kurisches Haff' offenbart sich dem Betrachter bei 'Hannoversch-Münden' ein verzerrtes Wasserspiegelbild, das nach genauerem Hinsehen drei auf dem Kopf stehende Häuser und eine schwarze Figur beinhaltet. Bei 'Friedrich im Hafen II' hat Schalipp sein Augenmerk auf das Schiff gelenkt, wobei sich der maritime Hintergrund des Hafens in Grautönen auflöst.

Beinahe ausschließlich in Öl auf Leinwand gestaltet Heiko Heiken, der auf der Insel Norderney aufwuchs, seine Motive. 'Ich habe mich in letzter Zeit vom Bildaufbau her auf die klassische Technik konzentriert. Mit der Ölmalerei versuche ich, mehr Tiefe und Ausdruck in meinen Bildern zu erreichen.' Wie er betont, seien alle seine Motive aus dem Leben gegriffen. Hierzu gehören auch umweltkritische Themen, wie die Ölverschmutzung der Meere, die der in Oldenburg lebende Maler beispielsweise in seinem Werk 'Ölpest' aufgreift. Symbolhaft hat sich der 70-jährige Künstler auch mit dem Thema 'Arbeit' auseinandergesetzt und hierzu in einem gelungenen Zusammenspiel aus Licht und Schatten das Bild 'Konferenz' erstellt.

Einsamkeit und Rückzug vermittelt hingegen 'Abendlicht', die Darstellung einer plakativen Berglandschaft, die ein kleines Haus umschließt. Genügend Raum zum Interpretieren und Geschichten erfinden lässt 'Spiegelung', ein Videostandbild, das Heiko Heiken mit Pinsel und Ölfarbe zu neuem Leben erweckt hat.

Die Gemeinschaftsausstellung von Klaus Schalipp und Heiko Heiken im Haus am Walde, Kuhgrabenweg 2, wird bis zum 9. Mai gezeigt. Sie ist täglich ab 9 Uhr geöffnet.

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