Speisesaal und Küche der Oberschule Ronzelenstraße sind dem Ansturm nicht gewachsen Eltern pochen auf baldigen Mensaausbau

Horn-Lehe. Noch vor wenigen Wochen stand dem Umbau der Mensa an der Oberschule Ronzelenstraße eigentlich nichts im Wege. Ab April 2011 sollte der Speisesaal samt Küche vergrößert werden. Die schlechte Nachricht erreichte die Schule und Elternvertreter am 25. November. Die Maßnahme, so die Bildungsbehörde in einem Gespräch, werde teurer als gedacht. Deshalb könne der Umbau noch nicht finanziert werden. Einen neuen Termin für die Vergrößerung der Mensa gibt es nicht. Für Elternvertreterin Carola Bury und Svea Mauer vom Schulverein ein Unding. Deshalb protestieren sie in einem offenen Brief gegen den Aufschub der Bauarbeiten. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Maßnahmen auf Dauer gefährdet sind", so Carola Bury. Angesichts der Haushaltssituation befürchten die Eltern, dass "weiterhin andere Maßnahmen vorgezogen werden".
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Eltern pochen auf baldigen Mensaausbau
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Noch vor wenigen Wochen stand dem Umbau der Mensa an der Oberschule Ronzelenstraße eigentlich nichts im Wege. Ab April 2011 sollte der Speisesaal samt Küche vergrößert werden. Die schlechte Nachricht erreichte die Schule und Elternvertreter am 25. November. Die Maßnahme, so die Bildungsbehörde in einem Gespräch, werde teurer als gedacht. Deshalb könne der Umbau noch nicht finanziert werden. Einen neuen Termin für die Vergrößerung der Mensa gibt es nicht. Für Elternvertreterin Carola Bury und Svea Mauer vom Schulverein ein Unding. Deshalb protestieren sie in einem offenen Brief gegen den Aufschub der Bauarbeiten. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Maßnahmen auf Dauer gefährdet sind", so Carola Bury. Angesichts der Haushaltssituation befürchten die Eltern, dass "weiterhin andere Maßnahmen vorgezogen werden".

Rund 600 Essen pro Tag

"Unsere Mensa ist ein voller Erfolg. Wir kochen gut, und das fällt uns jetzt auf die Füße", klagt Bury. Denn die Kapazitäten von Küche und Speisesaal sind dem täglichen Ansturm der Schüler nicht gewachsen. Zumal die Oberschule seit 2006 auf Ganztagsbetrieb umgestellt hat, und die unteren Klassen komplett mittags in der Schule verpflegt werden müssen.

Von knapp über 800 Schülern essen rund 600 täglich in der Mensa. "Im vergangenen Jahr mussten wir die Schüler in vier Schichten verpflegen, anders wäre das gar nicht gegangen", so die Elternvertreterin. Insofern sei eine Erweiterung der Kapazitäten auch in der Behörde nicht umstritten.

Dies bestätigt Karla Götz, Sprecherin der Bildungssenatorin. "Die Mensa in der Ronzelenschule ist ein Erfolgsmodell", sagt sie. Die Sorgen und Nöte der Eltern seien bekannt. Als erste Maßnahme wurden zum Schuljahr 2010/11 zwei Mensacontainer aufgestellt. Diese müssten nun allerdings länger als geplant in Betrieb bleiben. "Eigentlich sollten sie im kommenden Sommer wieder abgebaut werden. Nun bleiben sie länger", sagt Karla Götz. Der Grund ist, dass der Umbau deutlich teurer wird als ursprünglich angenommen.

So sei man 2009 in einer ersten Kostenschätzung von 365000 Euro ausgegangen. Genauere Berechnungen von Immobilien Bremen hätten jetzt 617000 Euro ergeben. "Das können wir im nächsten Jahr nicht finanzieren", bedauert die Behördensprecherin. 2012 könne ein neuer Anlauf genommen werden. "Wir wollen uns bemühen, das Vorhaben für diesen Haushalt auf die Prioritätenliste zu setzen." Bis dahin werde die Bildungsbehörde zumindest die Bedingungen im Container verbessern.

Für Carola Bury reicht diese Zusage nicht aus. "Wenn man die Ganztagsschule will, dann auch mit allen Konsequenzen. Die Kinder müssen schließlich ihr Essen bekommen", argumentiert sie. Die Containerlösung sei allenfalls für eine begrenzte Zeit akzeptabel. Ein Dauerzustand könne das nicht sein. "Zurzeit muss jeder Liter Wasser, den wir im Container brauchen, aus der Küche herangetragen werden", berichtet die Elternvertreterin. Dies sei nicht nur sehr umständlich, sondern auch nicht unbedingt die beste hygienische Lösung. Da die Speisen für den Container von einem Caterer angeliefert würden, entstünden dadurch zusätzliche Kosten.

Der Bildungsbehörde sei diese Argumente zwar bekannt, wie Karla Götz einräumt, zurzeit sei das Geld für die Maßnahme jedoch einfach nicht vorhanden. Mehr als die Notlösung mit den Containern sei derzeit nicht machbar.

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