Bremer Raumfahrtkonzern geht leer aus Galileo-Satelliten-Bau künftig ohne OHB

Bei der Vergabe für den Bau der zweiten Satelliten-Generation für das europäische Navigationssystem Galileo ist der Bremer Raumfahrtkonzern OHB leer ausgegangen. Es geht um ein Volumen von einer Milliarde Euro.
20.01.2021, 11:54
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Galileo-Satelliten-Bau künftig ohne OHB
Von Peter Hanuschke

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB geht bei der Vergabe für den Bau der zweiten Generation der Galileo-Satelliten leer aus. Das hat das börsennotierte Unternehmen an diesem Mittwoch per Ad-hoc-Mitteilung öffentlich gemacht.

OHB wurde laut Mitteilung durch die Europäische Raumfahrtagentur Esa im Namen der Europäischen Kommission darüber informiert, dass das Angebot der OHB System AG – ein Tochterunternehmen des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB SE – für das Programm „Zweite Generation Galileo“ nicht erfolgreich war. Der Auftrag hat ein Volumen von etwa einer Milliarde Euro.

Galileo-Zuschlag an Airbus und Thales Alenia?

Wer den Auftrag bekommen soll, darüber hatte das „Handelsblatt“ am Dienstag geschrieben. Die Vergabe geht demnach an den deutsch-französischen Airbus-Konzern und das italienisch-französische Unternehmen Thales Alenia Space. Sowohl OHB als auch Airbus und Thales Alenia hatten dazu keine Stellungnahme abgegeben, weil es offiziell von Seiten der Esa noch keine Entscheidung gegeben hatte.

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OHB hatte sich seit 2010 in drei Galileo-Ausschreibungsrunden durchgesetzt. Zum Esa-Auftrag gehörten sowohl die Entwicklung, Bau und der Test von insgesamt 34 Satelliten. 22 davon befinden sich bereits im Weltraum und kreisen in etwa 23.000 Kilometer Höhe um die Erde.

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