Dauerthema in Horn-Lehe Politiker lassen sich Ampelschaltungen erläutern

Die Ampeln entlang des Heerstraßenzugs und wie sie geschaltet sind, dafür interessirte sich der Horn-Leher Verkehrsausschuss. Die Ampelschaltungen sind ein Dauerthema im Stadtteil.
22.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Maren Bradstätter

Zu den Dauerthemen des Horn-Leher Verkehrsausschusses zählen die Ampelschaltungen im Stadtteil – und zwar insbesondere diejenigen, die den Verkehr auf dem Heerstraßenzug regeln. Eigentlich hätte der Beirat im vergangenen Jahr eine Planungskonferenz anberaumen wollen, um die zahlreichen Fragestellungen zum Thema gebündelt mit der Behörde erörtern zu können. Coronabedingt musste auf die außerordentliche Sitzung aber verzichtet werden, weshalb das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) dem Ausschuss jetzt in einer Videokonferenz für Fragen zur Verfügung stand. Die Stadtteilpolitiker wollten unter anderem die Grünphasen an den Ampelkreuzungen des Heerstraßenzugs für sämtliche Verkehrsteilnehmer erläutert bekommen. Eine pauschale Aussage könne er dazu nicht machen, erklärte Tim Campen vom Referat für Verkehrstechnik. Moderne Ampelanlagen folgten keinem starren Ablauf, sondern passten sich bedarfsorientiert dem jeweiligen Verkehrsaufkommen an, erläuterte er. Somit variiere die Dauer der Grünphasen über den Tag, ohne dabei allerdings die vorgegebenen Mindestzeiten zu unterschreiten. Alle Ampeln haben Campen zufolge zu diesem Zweck einen Steuerrechner mit einer individuell entwickelten Software. Jeder dieser Steuerrechner wiederum enthalte mehrere Signalpläne für unterschiedliche Szenarien, wie etwa den Berufs- oder den sogenannten Schwachverkehr. Um möglichst flexibel auf sämtliche Verkehrsteilnehmer eingehen zu können, verfügten die Ampeln außerdem noch über verkehrsabhängige Signalpläne. Diese würden mithilfe zahlreicher – teils unsichtbarer - Detektoren erfasst.

Grundsätzlich sei das Ziel der Ampelsteuerungen, die Bedürfnisse und Interessen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmergruppen zu berücksichtigen, so Campen. Als Beispiel dafür, wo dies im Stadtteil bislang nicht gelinge, nannte Michael Koppel (Grüne) die Fußgängerampeln in Höhe Peter-Henlein-Straße und Höger Weg, an denen das Warten auf die Grünphase auch außerhalb der Hauptverkehrszeit überdurchschnittlich lange dauere. Das Problem sei bekannt, erklärte Campen, man arbeite bereits an einem neuen Steuerungsmodell. Wann genau dieses zum Einsatz komme, könne er noch nicht genau sagen, der Zeitpunkt liege aber „in nicht mehr ganz weiter Ferne“. Sein Kollege Bernd-Stefan Köster berichtete zudem, dass die im Verkehrsressort ansässige Arbeitsgruppe Radverkehr, die derzeit mit der Umsetzung der Stufe 4 beschäftigt sei, sich in der nächsten Stufe mit der Optimierung des Heerstraßenzugs in Horn-Lehe beschäftigen werde. Die erarbeiteten Vorschläge würden dann in einem weiteren Schritt der zuständigen Deputation zur Abstimmung vorgelegt. Ortsamtsleiterin Inga Köstner regte in diesem Zusammenhang an, nicht nur die Deputation, sondern auch den Beirat Horn-Lehe in die weitere Planung zum Heerstraßenzug einzubinden.

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