Unterstützung für Kopernikus-Quartier läuft Ende des Jahres aus LOS-Mittel gestrichen

Horn-Lehe. Das Kopernikus-Quartier gilt als Problemviertel des Stadtteils. In den vergangenen zwei Jahren sind deshalb jeweils 20000 Euro an LOS-Mitteln (Lokales Kapital für Soziale Zwecke) für Förderprojekte geflossen. Doch damit soll ab 2011 Schluss sein, denn die zuständige Koordinierungsstelle hat die Gelder nicht weiter bewilligt.
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LOS-Mittel gestrichen
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Das Kopernikus-Quartier gilt als Problemviertel des Stadtteils. In den vergangenen zwei Jahren sind deshalb jeweils 20000 Euro an LOS-Mitteln (Lokales Kapital für Soziale Zwecke) für Förderprojekte geflossen. Doch damit soll ab 2011 Schluss sein, denn die zuständige Koordinierungsstelle hat die Gelder nicht weiter bewilligt.

'Die Entscheidung gegen eine Weiterförderung ist gefallen', sagt Erich Ernst-Pawlik, Leiter des Sozialzentrums Vahr, Schwachhausen und Horn-Lehe. Zugrunde liegt eine Bewertung der Quartiere aufgrund statistischer Daten, die Ernst-Pawlik ohne Weiteres nicht akzeptieren mag. 'Wir haben im November noch ein Gespräch mit der Koordinierungsstelle, in dem wir erreichen wollen, dass das Quartier in den nächsten zwei Jahren weiter gefördert wird', sagt er. Denn nach seiner Ansicht haben die vergangenen Projekte erste positive Entwicklungen gezeigt. Frauen hätten sich beruflich neu orientiert, Jugendliche den Schritt in die Lehre geschafft. 'Inhaltlich gibt es viele Gründe, die Förderung fortzuschreiben', so der Leiter des Sozialzentrums. Zwei bereits abgeschlossene Projekte konnten durch die LOS-Mittel finanziert werden. Die Stiftung Alten Eichen unterstützte Müttern dabei, wieder in den Beruf zurückzukehren. Der Verein für akzeptierende Jugendarbeit (Vaja) versuchte, Jugendlichen den

Übergang von der Schule ins Berufsleben zu erleichtern. Aus Restmitteln können aktuell noch zwei Projekte finanziert werden, die bis ins nächste Jahr dauern. An der Wilhelm-Focke-Oberschule in der Bergiusstraße hat Anfang August ein Gesprächskreis für Jugendliche begonnen. Anfang November hat Alten Eichen mit einem Projekt begonnen, das Jugendlichen den Einstieg in die Ausbildung erleichtern soll. 'Das ist vergleichbar mit dem Vaja-Projekt, allerdings mit anderen Schwerpunkten', erläutert Erich Ernst-Pawlik.

Er ist froh darüber, dass diese beiden Projekte zumindest bis ins kommende Jahr aus Restmitteln finanziert werden können. Was dann kommt, ist zurzeit völlig offen. Mit dem Thema hat sich auch der Sozialausschuss des Beirats Horn-Lehe auf seiner jüngsten Sitzung beschäftigt.

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