Innen- und Sportsenator gibt Zusage beim Bürgerforum

Mäurer: Polizei Horn zieht noch 2010 um

Horn-Lehe. Zu den politischen Altlasten, die Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer von seinem Vorgänger geerbt hat, gehört das marode Polizeigebäude in Horn-Lehe. Jetzt will Mäurer die Beamten noch in diesem Jahr in einem neuen Domizil untergebracht haben.
23.08.2010, 08:20
Lesedauer: 2 Min
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Mäurer: Polizei Horn zieht noch 2010 um
Von Andreas D. Becker
Mäurer: Polizei Horn zieht noch 2010 um

Das Bürgerforum des Innen- und Sportsenators in Horn-Lehe war recht gut besucht..

PETRA STUBBE

Horn-Lehe. Zu den politischen Altlasten, die Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer von seinem Vorgänger geerbt hat, gehört das marode Polizeigebäude in Horn-Lehe. Seit Jahren wird um eine Lösung der Raumfrage gerungen - bislang vergebens. Aber noch in diesem Jahr will Mäurer die Beamten in einem neuen Domizil untergebracht haben. Dieses Versprechen gab Mäurer den zahlreichen Polizisten im Publikum auf dem Bürgerforum des Senators im Stadtteil. Weitere Themen waren die Feuerwehren und das Unibad.

'Die Kollegen, die im jetzigen Horner Revier ihre Arbeit verrichten müssen, sind zu bedauern', sagte Mäurer. Deshalb müssten noch in 2010 neue Diensträume her. Weil der gegenwärtige Standort für die Polizei an der Berckstraße nicht optimal sei und es recht lange dauere, von dort Borgfeld zu erreichen, favorisiert auch der Innensenator das alte Postgebäude an der Ecke Lilienthaler Heerstraße/Kopernikusstraße. 'Konkrete Verhandlungen mit dem Investor laufen bereits', so Mäurer. Er zeigte sich optimistisch, bereits in einigen Wochen ein positives Ergebnis präsentieren zu können.

Streitthema Feuerwehren

Ein weiteres Streitthema auf dem Bürgerforum war die Zukunft der 20 Freiwilligen Feuerwehren in Bremen. Seit sich der Bund aus dem Katastrophenschutz zurückgezogen habe, sollten die Länder einspringen. 'Das fällt uns verdammt schwer', so der Innensenator. Angesichts der Finanzklemme könnten nur noch die zukunftsträchtigen Wehren gefördert werden. Daher würden zurzeit alle Einrichtungen unter die Lupe genommen. Dabei gehe es unter anderem um Einsatzzahlen und eine funktionierende Jugendarbeit. Dabei gab Mäurer ein klares Bekenntnis zur Feuerwehr Lehesterdeich ab. Diese gehört nach seiner Ansicht zu den leistungsfähigsten in Bremen mit vielen Einsätzen und einer funktionierenden Jugendabteilung.

'Das einzige Problem ist der Zustand des Gerätehauses. Dafür müssen wir eine Lösung finden', sagte er. Wie ein Sprecher der Wehr sagte, sei das Gebäude zu klein und teilweise stark abgesackt. Wilfried Schleef, Mitglied des Bürgervereins Horn-Lehe und der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt, warf dem Senator vor, die Wehren zu vernachlässigen. Bremen habe sich seit 30 Jahren immer mehr aus dem Katastrophenschutz verabschiedet. Weitere Einsparungen seien nicht mehr möglich. 'Machen Sie die Feuerwehren doch ganz dicht. Dann kosten sie gar kein Geld mehr', so Schleef erregt.

Auf die Freiwilligen Wehren will der Innensenator jedoch nicht verzichten. 'Wir müssen aber auf die Haushaltsprobleme des Landes Bremen reagieren', warb er um Verständnis. Ein Konzept für die Zukunft werde gemeinsam mit den Betroffenen noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht.

Droht dem Unibad angesichts teurer Sanierungsmaßnahmen die Schließung? Aus Sicht des Landesschwimmverbandes ist das Bad als Trainingsstätte für den Leistungssport unverzichtbar. 'Der Sport kommt ja nicht nur als Bittsteller. Die Vereine zahlen auch viel aus ihren Mitgliedsbeiträgen dazu', gab eine Sprecherin des Schwimmverbandes zu bedenken. Ulrich Mäurer äußerte Zustimmung. Das Bad müsse für den Sport erhalten bleiben. Allerdings müsse die Stadt mit der Universität darüber sprechen, wer künftig die Verantwortung für das Bad übernimmt. Abschließend lobte Mäurer die Arbeit der Bremer Sportvereine. Diese sei ein entscheidender Faktor für die Integration und erfülle wichtige soziale und gesellschaftliche Aufgaben.

Jörg Meier, Leiter der Polizeiinspektion Ost, stellte in seinem Diskussionsbeitrag die Arbeitsfelder der Polizei vor. Abgesehen von Auto- und Wohnungsaufbrüchen sei Horn-Lehe 'ein sehr sicherer Stadtteil', lautete sein Fazit. Zuvor hatte Ortsamtsleiter Wolfgang Ahrens den Stadtteil anhand von statistischem Material vorgestellt.

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