Nach Angriff an Universität Bremen

Polizei ermittelt wegen Mordversuchs

Nach dem Polizeieinsatz auf dem Campus der Bremer Universität am vergangenen Freitag ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen Mordversuchs gegen den 64 Jahre alten Bremer.
03.08.2020, 12:00
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Polizei ermittelt wegen Mordversuchs
Von Ina Schulze
Polizei ermittelt wegen Mordversuchs

Am Freitag gab es ein Großaufgebot der Polizei Bremen an der Universität.

Christina Kuhaupt

Der 64-Jährige hatte am vergangenen Freitag in einem Uni-Gebäude einen 50-jährigen Mann mit einer Eisenstange geschlagen und leicht verletzt. Dann flüchtete er sich auf ein Dach, wo er nach fünf Stunden von der Polizei überwältigt werden konnte.

Nach aktuellem Ermittlungsstand schlich sich der 64-Jährige, ein ehemaliger Mitarbeiter der Universität, in das Gebäude ein, löste einen technischen Fehler aus und lockte damit seinen 50 Jahre alten ehemaligen Vorgesetzten in den Versorgungsraum. Das teilte die Polizei Bremen am Montag mit. Dort griff er den 50-Jährigen dann an.

Der Verletzte soll sich aufrappelt haben, um in ein anderes Zimmer zu gelangen. Der Angreifer habe daraufhin versucht mit einem Beil die Tür aufzuschlagen. Dem Mann gelang aber durch eine weitere Tür die Flucht. Der Verfolger ging schließlich auf das Dach des Gebäudes, wo er später von Spezialeinsatzkräften festgenommen wurde. Die Polizisten stellten Beweise wie die Eisenstange, ein Messer, Pfefferspray und ein Beil sicher. Nun ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Polizei wegen Mordversuchs gegen den 64-Jährigen.

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Das Amtsgericht Bremen ordnete die einstweilige Unterbringung des 64-Jährigen in einer Psychiatrie an und lässt den mutmaßlichen Angreifer vom Bremer Unigelände auf seine psychische Gesundheit untersuchen. Es gebe den Verdacht, dass die Steuerungsfähigkeit bei dem 64-jährigen Mann stark eingeschränkt oder ausgesetzt sei. Das sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Die Begutachtung durch Experten sei ein wesentlicher Teil der Ermittlungen und werde einige Zeit dauern. Zum Motiv der Tat lasse sich deshalb noch nichts sagen.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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