Hartwig Claus führt Begegnungsstätte und Soziale Dienste der Johanniter Neuer Leiter tritt in große Fußstapfen

Horn-Lehe. Der Respekt vor der Lebensleistung seiner Vorgängerin klang die ganze Zeit mit bei der offiziellen Einführung von Hartwig Claus. Der 44-Jährige ist neuer Leiter des Sozialen Dienstes der Johanniter sowie der Begegnungsstätte in der Seiffertstraße. Er löst Ingrid Slowak ab, die der Einrichtung bis Ende August als Mitarbeiterin erhalten bleibt und dann ihre berufliche Laufbahn beendet.
27.01.2010, 13:53
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Neuer Leiter tritt in große Fußstapfen
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Der Respekt vor der Lebensleistung seiner Vorgängerin klang die ganze Zeit mit bei der offiziellen Einführung von Hartwig Claus. Der 44-Jährige ist neuer Leiter des Sozialen Dienstes der Johanniter sowie der Begegnungsstätte in der Seiffertstraße. Er löst Ingrid Slowak ab, die der Einrichtung bis Ende August als Mitarbeiterin erhalten bleibt und dann ihre berufliche Laufbahn beendet.

Hartwig Claus wurde mit vielen Vorschusslorbeeren in seine neue Aufgabe eingeführt. Einrichtungsleiter Gerald Engeler sagte, man müsse neue Schritte nach außen unternehmen, um die Begegnungsstätte zu beleben. 'Der neue Leiter hat in den vergangenen Wochen bereits viele Ideen und eine große Bereitschaft präsentiert', sagte er.

Der 44-jährige Claus arbeitete vorher als Diakon einer evangelischen Kirchengemeinde in Ottersberg und Fischerhude. Er war vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv. Daneben absolvierte er ein berufsbegleitendes Studium der Gerontologie. 'Meine Aufgabe wird sein, für die Besucher der Begegnungsstätte ein abwechslungsreiches, interessantes Programm auf die Beine zu stellen', sagte er. Es gehe auch darum, den Senioren aus dem Stadtteil einen Treffpunkt und einen Platz für Geselligkeit zu bieten. Das Ziel sei, die Einrichtung noch stärker als bisher nach außen zu öffnen und für Nichtbewohner interessant zu machen.

Lob für Ingrid Slowak

Die Verdienste von Ingrid Slowak lobte Gerald Engeler in den höchsten Tönen. Seit 20 Jahren habe sie die Begegnungsstätte geleitet und sie zu dem gemacht, was sie heute ist. 'Ihr großes Engagement und viel Herzblut haben Gesicht und Geist dieses Hauses bestimmt', sagte er. Sie werde die Übergabe der Leitung noch bis zum Sommer begleiten. 'Ihr berufliches Erbe wird groß sein, aber alles ist im Fluss', so der Einrichtungsleiter. Neue Formen der Seniorenarbeit müssten einhergehen mit bewährten Angeboten.

Auch Hartwig Claus drückte in seiner Rede Respekt vor seiner Vorgängerin aus. Sie habe ein großes Paar Schuhe hinterlassen, und er habe sich mehrfach gefragt, ob sie wohl passten. 'Ich werde mir gewiss ein Paar dicke Socken überziehen müssen, um hineinzupassen', sagte Claus. Er verstehe die Begegnungsstätte auch als Ort, der zwischen den Generationen Kontakt fördere. Ein erstes Projekt hierzu sei in Verbindung mit dem Ökumenischen Gymnasium in Oberneuland bereits auf den Weg gebracht worden. 'Ich bin neugierig auf das, was dort entstehen wird', sagte er. Nach seinen ersten Wochen zeigte er sich beeindruckt von der offenen und herzlichen Atmosphäre im Johanniterhaus. 'Bei den vielen Bewohnern und Mitarbeitern hier könnte man befürchten, dass es anonym zugeht', so Claus. Dies sei jedoch nicht der Fall.

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