Saisonstart am 6. September Eiche Horn im Umbruch, aber die Aufstiegsträume bleiben

Die Volleyballerinen vom TV Eiche Horn starten am 6. September in die Drittliga-Saison. Das Team möchte an die starke Leistung aus der vergangenen Saison anknüpfen, hat aber auch mit einem Umbruch zu kämpfen.
31.08.2020, 18:16
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Von Rainer Jüttner

Letztlich war es eine Entscheidung der Vernunft, als sich die Volleyballerinnen, Trainer und Vereinsverantwortlichen des TV Eiche Horn Ende März gegen einen eventuellen Aufstieg in die 2. Liga aussprachen. In den Herzen der Beteiligten wird es anders ausgesehen haben, denn der Traum vom Aufstieg lebt trotz aller Probleme, eine solche Saison finanziell stemmen zu können, weiter. Auch beim Cheftrainer. „In der kommenden Drittliga-Saison wollen wir mit einer ähnlich starken Leistung bestätigen, dass wir auch tatsächlich dahin gehören. Das würde auch die Akzeptanz innerhalb des Vereins, eine Zweitliga-Saison mitzutragen, deutlich erhöhen“, sagte Marcus Lentz zu diesem Zeitpunkt.

Ob jedoch tatsächlich an die starke Saison mit Platz drei angeknüpft werden kann, muss sich erst noch zeigen, denn die Mannschaft von der Berckstraße befindet sich im Umbruch. So stehen einige wichtige Stützen der Mannschaft nicht mehr oder erst wieder im nächsten Jahr zur Verfügung. Allem voran zog sich Zuspielerin Hanna Frackmann eine Woche vor dem Lockdown bei einer Jugendmeisterschaft einen Kreuzbandriss zu und wird vor Februar/März 2021 nicht wieder zur Verfügung stehen. Ebenfalls längerfristig fehlt Kapitänin Julia Färber nach einem Patellasehnenabriss, für sie wird Sandra Zepelin Mannschaftsführerin. Anne Hanke pausiert wegen ihrer Schwangerschaft und noch bis Oktober fällt Nadine Kaspuhl aus.

Nicht mehr zur Verfügung stehen auch Aileen Husmann und Anniken Tefs. Schwer wiegt auch die Abkehr der langjährigen Kapitänin Ina Schulze vom Leistungsvolleyball. „Ina bleibt aber noch als Ass in unserem Ärmel. Sie wird noch in der zweiten Mannschaft spielen und hat signalisiert, dass sie bei uns notfalls aushelfen würde, was aber auch nur zweimal möglich wäre, um sich nicht festzuspielen“, sagt Trainerin Britta Richter.

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Wieder fest zurück im Team ist Henrike Loop. Sie hat jetzt in der Region einen festen Job gefunden und wird den Drittligisten als Außen- und Diagonalspielerin wieder verstärken. Einziger echter Neuzugang ist zurzeit Liska Treude. Sie soll die durch den Ausfall von Hanna Frackmann entstandene Lücke als zweite Zuspielerin neben Linda Neddermann ausfüllen. „Wir kennen sie noch aus ihren Jugendzeiten bei Bremen 1860. Zuletzt spielte sie beim Regionalligisten Oldenburger TB und kommt jetzt nach ihrem bestandenen Abitur nach Bremen zurück“, sagte Britta Richter. Die Trainerin sieht auf der Angriff/Annahme-Position noch Handlungsbedarf und hofft unter anderem durch Studienanfängerinnen doch noch fündig zu werden.

Insgesamt sieht Britta Richter ihre Mannschaft qualitativ gut aufgestellt. „Uns fehlt ein bisschen die Breite im Kader. Bleiben wir von gesundheitlichen Problemen verschont, sollte ein Platz unter den ersten drei aber möglich sein“, sagt sie. Doch die Saison ist lang. Coronabedingt ist die Liga auf 14 Teams gewachsen, die Teams spielen folglich volleyball-untypisch nahezu jedes Wochenende. Und auch der Saisonstart ist ein absolutes Novum. Ohne Vorbereitungsturniere, die allein durch ein paar Testspiele ersetzt werden, beginnt die Serie direkt nach den Sommerferien. Am Sonntag, 6. September, erwarten die Hornerinnen bereits Aufsteiger Leverkusen II (16 Uhr, Halle Berckstraße).

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