Beirat will Grünfläche aufwerten

Schöner Wohnen im Kopernikusquartier

Der Sozialausschuss des Beirates Horn-Lehe hat Ideen entwickelt, mit denen sich die Aufenthaltsqualität im Quartier verbessern ließe. Dabei im Fokus: die Grünfläche entlang des Langenkampssees.
09.07.2020, 06:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Maren Brandstätter
Schöner Wohnen im Kopernikusquartier

Wer in der Kopernikusstraße wohnt, hat es nicht weit zum Langenkampssee.

Roland Scheitz

Für das Förderprogramm Wohnen in Nachbarschaften, kurz Win, ist das Kopernikusquartier zu klein. Deshalb hatte der Fachausschuss Soziales des Horn-Leher Beirats Anfang des Jahres auf das geplante Landesprogramm Lebendige Quartiere für Kleinst- und Sondergebiete gesetzt, um die Wohn- und Lebensqualität hier perspektivisch zu verbessern. Das Programm haben die Senatorinnen für Soziales und Stadtentwicklung auf den Weg gebracht, weil sie bei der Auswertung von Win strategische Lücken entdeckt hatten. Die für Lebendige Quartiere infrage kommenden Gebiete gleichen von der Einwohnerstruktur her den Win-Quartieren, aber eben nicht in puncto Einwohnerzahlen.

Noch sei nicht abschließend geklärt, „auf welcher datenbasierten Grundlage die künftige Mittelverteilung im neuen Landesprogramm erfolgt“, hieß es in einem Antwortschreiben der Sozialbehörde an den Ausschuss. Laut einer vorläufigen Auswertung liege der Status des Kopernikusquartiers im städtischen Vergleich allerdings im mittleren Bereich – und sei somit kein Gebiet mit sogenannten besonderen sozialen Bedarfslagen.

Der Sozialausschuss hat nach der Lektüre des Behördenschreibens nun erste eigene Ideen entwickelt, mit denen sich die Aufenthaltsqualität für die Bewohner des Quartiers möglicherweise verbessern ließe. Im Fokus hatten die Ausschussmitglieder dabei vor allem die Grünfläche entlang des Langenkampssees. Die biete im Grunde sehr gute Bedingungen, werde aber aufgrund von Vandalismus und Vermüllung kaum von den Anwohnern des Quartiers als Aufenthaltsort genutzt, hieß es. In erster Linie treffe man hier Jugendliche an, berichteten mehrere Ausschussmitglieder ebenso wie die beiden zuständigen Kontaktpolizisten (Kops) Jens Kaup und Bernhild Pakheiser. Auf Nachfrage habe eine Gruppe Jugendlicher jüngst Fitnessgeräte als Wunsch für den Grünzug geäußert, berichtete Pakheiser.

Pläne hat auch der Umweltbetrieb Bremen (UBB) für die Fläche. In absehbarer Zeit sollen hier zwei neue Bänke samt Müllbehälter aufgestellt werden, berichtete Rolf Fülberth, Referatsleiter für städtische Grünpflege. Außerdem werde eine Blumenwiese angelegt. In den vergangenen Jahren habe der UBB, in dessen Zuständigkeit die Pflege des Geländes fällt, hier wegen der vielen Vandalismusvorfälle kaum Investiert, berichtete er.

Der Ausschuss verständigte sich darauf, in den Fraktionen Ideen für eine Umgestaltung zu sammeln. Einig waren sich die Mitglieder darin, dass die Grünfläche perspektivisch für alle Altersgruppen gleichermaßen attraktiver gestaltet werden soll. Bezüglich der Kosten für die verschiedenen Maßnahmen denkt der Ausschuss über eine Finanzierung aus seinem Stadtteilbudgets nach – die Zustimmung des Beirats vorausgesetzt. Als Expertengremium für die junge Generation will der Ausschuss zur weiteren Beratung auch den Jugendausschuss Horn hinzuziehen. Der habe sich kurz darauf auf seiner Sitzung erfreut über dieses Ansinnen gezeigt, berichtet Ortsamtsleiterin Inga Köstner. „Um sich ein möglichst genaues Bild machen zu können, möchten sich die Jugendlichen nach den Sommerferien gerne zu einem Ortstermin mit dem Sozialausschuss verabreden“, erzählt sie.

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