Morsegenerator selbst gebaut Schüler in der Welt des Amateurfunks

Horn-Lehe. Morsen, Piepsen, Funksprechverkehr: 13 Schülerinnen und Schüler der Horner Wilhelm-Focke-Oberschule (WFO) erlebten jüngst spannende Stunden im Institut für Raumfahrtsysteme zu Füßen des Fallturms an der Uni. Sie waren dort Gäste einer Gruppe Bremer Funkamateure des Ortsverbandes I04 des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC). Nach zweimonatiger Vorbereitung auf diese Aktion ging es für vier Mädchen und neun Jungen im Alter von zwölf bis 14 Jahren zur Sache.
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Von Wk

Horn-Lehe. Morsen, Piepsen, Funksprechverkehr: 13 Schülerinnen und Schüler der Horner Wilhelm-Focke-Oberschule (WFO) erlebten jüngst spannende Stunden im Institut für Raumfahrtsysteme zu Füßen des Fallturms an der Uni. Sie waren dort Gäste einer Gruppe Bremer Funkamateure des Ortsverbandes I04 des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC). Nach zweimonatiger Vorbereitung auf diese Aktion ging es für vier Mädchen und neun Jungen im Alter von zwölf bis 14 Jahren zur Sache.

Merkwürdige Piepstöne schallten durch das Elektroniklabor: Reinhard Hohenleitner, ehemaliger Physik-Fachleiter an der WFO, morste mit einem Tongenerator akustisch quer durch den Raum. Eine kurze Einweisung in die Betriebsart Telegrafie im Vergleich zum Sprechfunk machte deutlich, dass sich der Funkverkehr zwischen der Raumstation ISS und der Bodenstation in Phasen der Energieeinsparung auf Morsezeichen beschränken muss, weil sie weniger Sendeleistung erfordern.

So motiviert, auch endlich morsen zu können, ging es an das zentrale Selbstbauprojekt, einen Morsegenerator auf einer Platine mit Lautsprecher, Leuchtdiode und integrierter Morsetaste zu montieren. Vorbereitet wurde die Aktion von Lars-Christian Hauer, Leiter des Elektronik-Entwicklungslabors im DLR-Bremen, und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter. Die Jugendlichen konnten sich an rechnergesteuerte Lötplätze setzen und loslegen.

Trotz leichten Nieselregens ging es später ins Außengelände. Dort hielten sich drei kleine Minisender ("Füchse") versteckt, die mit Peilantennen aufgespürt werden mussten. Ein weiterer Funkexperte erläuterte die digitale Betriebsart APRS. Dazu sollte ein kleines Funkgerät im freien Gelände in einen Baum gehängt werden – mit freier Sicht zu wenigstens drei der GPS-Satelliten. Das Gerät funkte dann die GPS-Daten an eine Amateurfunkstation wenige Kilometer entfernt. Dort wird das Signal ins Internet eingespeist. Höhepunkt des Besuchs war eine Sonderführung durch das im Sommer dieses Jahres eingerichtete "School-Lab" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Der Vorsitzende des OV Bremen der Funkamateure des DARC, Wilfried Geißler, ist erfreut über die Aktivitäten an diesem Ferienaktionstag, an dem zum Schluss jeder Schüler eine Morse-Urkunde, entworfen von Hubert Kreutz, und den Ferienpass der Bremer Funkamateure. erhielt. Die Bremer Funkamateure können sich eine weitere Kooperation mit der Wilhelm-Focke-Oberschule vorstellen – zum Beispiel in Form eines Amateurfunklehrganges.

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