Wilhelm-Focke-Oberschule gewinnt Wettbewerb: 5000 Euro für die langersehnte Umgestaltung Schulhof wird dank Schülereinsatz schöner

Horn-Lehe. Während andernorts zuweilen über lästige Baustellen geschimpft wird, sehnen mehr als 300 Schüler und ihre Lehrer eine herbei: Nach unzähligen Anträgen und immer wieder neuen Enttäuschungen bekommt die Wilhelm-Focke-Oberschule nun endlich einen schöneren Schulhof. Das Geld für die Umgestaltung stellt die Baumarktkette Bauhaus zur Verfügung.
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Von Liane Janz

Horn-Lehe. Während andernorts zuweilen über lästige Baustellen geschimpft wird, sehnen mehr als 300 Schüler und ihre Lehrer eine herbei: Nach unzähligen Anträgen und immer wieder neuen Enttäuschungen bekommt die Wilhelm-Focke-Oberschule nun endlich einen schöneren Schulhof. Das Geld für die Umgestaltung stellt die Baumarktkette Bauhaus zur Verfügung.

Jens D'Ambrosio aus der Geschäftsleitung des Bauhauses in Hemelingen überreichte den Schülervertretern jetzt einen Scheck über 5000 Euro. Die Schüler hatten sich an der bundesweiten Ausschreibung "Bauhaus macht Schule" beworben und bekamen als einzige Schule in der Region Bremen den Zuschlag.

"Die Präsentation der Schüler aus Horn-Lehe stach wirklich aus allen Einsendungen heraus. Wir haben gesehen, dass die Schüler in die Tiefe gegangen sind und sich richtig Gedanken gemacht haben", sagte D'Ambrosio. Der Schülerbeirat hatte eine Power-Point-Präsentation erstellt, auf der zu sehen ist, welche Änderungen er mit dem Geld vernehmen möchten. "Dafür bin ich in den Herbstferien über den Schulhof gegangen und habe ihn aus allen Ecken und Blickwinkeln fotografiert", erzählte Schulsprecherin Sabrina Finke. Am Computer hat sie dann Sprechblasen eingefügt, auf denen beispielsweise "Hier soll ein Klettergerüst entstehen!" zu lesen ist.

Freude ist riesig

Eine Woche nach den Herbstferien erfuhr die Neuntklässlerin dann per E-Mail, dass ihre Präsentation das Rennen gemacht hat. "Ich musste die E-Mail zweimal lesen, bevor ich es glauben konnte", so Sabrina Finke. Unter den Schülern war die Freude riesig, nachdem sich die gute Nachricht herumgesprochen hatte.

Der Schulhof ist schon lange das Sorgenkind der Schule. Er ist grau und langweilig. Es gibt weder Sitz- noch Spielmöglichkeiten. "Auch wenn die Schule noch so viel zu bieten hat. Der unschöne Schulhof fällt Eltern und neuen Schülern doch immer zuerst auf. Bitten, ihn umzugestalten, sind schon öfter an uns herangetragen worden. Allein die Mittel dazu fehlten", berichtete Schulleiterin Beata Warszewik-König. Genau für solche Engpässe ist die Aktion "Bauhaus macht Schule" gedacht. Es seien zunächst viele Möglichkeiten diskutiert worden, wie das Unternehmen Gutes tun könne - zum Beispiel in Entwicklungsländern oder Katastrophengebieten, sagte D'Ambrosio. Bauhaus hat sich dann dazu entschieden, gezielt in den jeweiligen Regionen der Märkte aktiv zu werden und hat die Ausschreibung für Schulen gestartet.

Als die Schülervertretung der Wilhelm-Focke-Oberschule davon erfuhr, gründete sie eine Arbeitsgruppe. Diese besteht aus Schülersprecherin Sabrina Finke sowie den Schülervertretern Fabian Teise aus der 6. Klasse, den Zehntklässlern Yvonne Molle und Kristian Langer sowie Neuntklässlerin Ida Oebel. Die Betreuung der Gruppe übernahm Vertrauenslehrerin Silke Regnery. "Es ist so schön, dass das Engagement der Schüler belohnt wird", freute sie sich.

Zunächst sammelte die Arbeitsgruppe mithilfe der Klassensprecher Ideen und Wünsche in allen Schulklassen. Die wurden am Ende zusammengefasst und flossen in die Präsentation ein. Nach den Winterferien wird sich die Arbeitsgruppe wieder zusammensetzen und mit den Planungen beginnen, sodass im Frühjahr mit der Umgestaltung begonnen werden kann. Bauhaus will den Prozess weiterhin begleiten. Jens D'Ambrosio bot den Schülern die Unterstützung durch Verkaufsberater an und wird sie mit Katalogen versorgen, damit sie die Ideen konkretisieren können. Alles, was mit der Ausschreibung und der Schulhofplanung zu tun hat, haben die Schüler in ihrer Freizeit organisiert. Und es ist nicht das erste Mal, dass die Schüler Eigeninitiative zeigen. Beispielsweise traf sich eine 9. Klasse an einem Wochenende, um ihren Klassenraum zu streichen, weil er ihnen nicht gefiel. "Die Schüler haben den Raum froschgrün gestrichen", berichtete Klassenlehrerin Susanne Helm. Dank einer anderen Ausschreibung fahren im

Februar einige der Oberschüler zum Bundestag nach Berlin.

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