Unterstützung in der Pandemie

Senat bewilligt Geld für Horn-Lehe

Ein Aktionsprogramm soll Handel und Gastronomie bei Bewältigung der Pandemie-Folgen unterstützen. 34.000 Euro erhält Horn-Lehe für verschiedene Projekte.
04.03.2021, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Maren Brandstätter
Senat bewilligt Geld für Horn-Lehe
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Inga Köstners Aufgabenliste für 2021 ist Anfang der Woche schlagartig angewachsen. Drei Stadtteilfeste sind dazugekommen, deren Organisation bei der Horn-Leher Ortsamtsleiterin liegt. Auslöser dafür ist das „Aktionsprogramm Aufenthalts- und Erlebnisqualität Stadtteilzentren 2021“, das der Senat am vergangenen Dienstag beschlossen hat. Ziel des Programms ist es, Handel und Gastronomie angesichts der Corona-Auswirkungen zu unterstützen, heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsressorts. Eine Anfrage des STADTTEIL-KURIER zur weiteren Planung sorgte im Ortsamt allerdings zunächst für Überraschung. „Bislang liegt uns aus dem Ressort noch keine Benachrichtigung vor“, erklärte Köstner. Dennoch sei sie natürlich erfreut, dass der von ihr beantragten Summe von 34.500 Euro nahezu komplett (34.000 Euro) zugestimmt worden sei. Insgesamt hat der Senat für das Aktionsprogramm mehr als 1,2 Millionen Euro bewilligt.

Nicht nur die Nachricht zur bewilligten Fördersumme kam für das Ortsamt überraschend. Auch das Anschreiben des Ressorts mit der Bitte um Projektvorschläge erreichte Köstner im Januar vergleichsweise kurzfristig. Zu diesem Zeitpunkt habe die Idee einer Corona-Unterstützung bereits ein halbes Jahr existiert, das Anschreiben an den Stadtteil sei allerdings erst zweieinhalb Wochen vor Ablauf der Abgabefrist versendet worden, kritisierte die Ortsamtsleiterin. Da es in Horn-Lehe weder ein Stadtteilmarketing noch eine Gewerbegemeinschaft gebe, habe die gesamte Planung somit beim Ortsamt mit Unterstützung des Beirats gelegen.

Eines der drei geplanten Projekte in Horn-Lehe ist die dritte Auflage des Sommerstraßenfestes im Wilhelm-Röntgen-Quartier. Die Akteure vor Ort sollen erneut die Möglichkeit bekommen, sich darzustellen und für sich Werbung zu machen, so Köstner. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung infolge der Corona-Pandemie abgesagt werden, und auch die in diesem Zuge geplante Gründung einer Interessensgemeinschaft der Gewerbetreibenden sei aufgrund von coronabedingten Geschäftsaufgaben vorerst auf Eis gelegt worden, berichtete Köstner. Ihre Hoffnung sei daher, dass die äußeren Umstände in diesem Jahr wieder Freiluftveranstaltungen zulassen, damit das Quartiersfest im September nachgeholt werden könne. Die Kosten hierfür hat Köstner aus den Erfahrungen der beiden vorangegangenen Feste mit rund 10000 Euro veranschlagt.

Auch im Mühlenviertel sollte im vergangenen Jahr eigentlich gefeiert werden. Anlass dafür wäre das fünfjährige Bestehen des Stadtteilzentrums gewesen. Geplant war ein großes Spektakel mit Musik, Unterhaltung und Einkaufserlebnis, um auf die ansässigen Gewerbetreibenden, Ärzte und Dienstleistungsangebote aufmerksam zu machen. Außerdem war geplant, die Horner Mühle zu illuminieren. Auch diese Veranstaltung fiel coronabedingt aus. Dem Horn-Leher Beirat schwebt nun vor, die Idee erneut aufzugreifen und zum Jahresende einen „Horner Weihnachtsmarkt an der Mühle“ auf die Beine zu stellen – immer vorausgesetzt, dass die bestehenden Kontaktbeschränkungen bis dahin aufgehoben worden sind. Ziel sei neben der Werbung für das Stadtteilzentrum ebenso wie im Wilhelm-Röntgen-Quartier die Gründung eine Interessengemeinschaft von Gewerbetreibenden, berichtete Köstner. Die Kosten für den Weihnachtsmarkt habe sie mit 14.500 Euro veranschlagt.

Um auch das Stadtteilzentrum Horn im Rahmen des Aktionsprogramms zu beleben, haben sich Ortsamt und Beirat darauf verständigt, den traditionellen Flohmarkt auf dem Lestra-Parkplatz einmalig durch kulturelle Darbietungen zu bereichern. Voraussetzung dafür sei freilich, dass der Kaufhausbetreiber mit diesem Plan einverstanden sei, betonte Köstner. Angesichts der stark verkürzten Planungszeit hätten in dieser Richtung noch keine Gespräche stattgefunden, weshalb auch noch keine detaillierte Kostenkalkulation vorliege. Ortsamt und Beirat haben das Kulturfest daher ebenso wie das Straßenfest im Wilhelm-Röntgen-Quartier mit rund 10.000 Euro veranschlagt.

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