Bürgerverein Horn-Lehe zieht positives Fazit der Jubiläumsausstellung / Räume fehlen Suche nach einem Archiv geht weiter

Horn-Lehe. Die Bilder sind wieder abgehängt. Die Ausstellung im Ortsamt zum 825-jährigen Bestehen des Stadtteils Horn-Lehe ist vorbei. Für den Bürgerverein und Co-Veranstalter Michael Koppel war die Veranstaltung mit knapp 700 Besuchern ein voller Erfolg . "Wir sind überaus zufrieden", sagt Koppel. Gerne hätte man die Schau länger gezeigt. Dies sei aber personell nicht machbar gewesen.
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Suche nach einem Archiv geht weiter
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Die Bilder sind wieder abgehängt. Die Ausstellung im Ortsamt zum 825-jährigen Bestehen des Stadtteils Horn-Lehe ist vorbei. Für den Bürgerverein und Co-Veranstalter Michael Koppel war die Veranstaltung mit knapp 700 Besuchern ein voller Erfolg . "Wir sind überaus zufrieden", sagt Koppel. Gerne hätte man die Schau länger gezeigt. Dies sei aber personell nicht machbar gewesen.

"Schon jetzt war die Belastungsgrenze der Mitarbeiter erreicht, wenn nicht überschritten", sagt Reinhard Jarré, Vorsitzender des Bürgervereins. Bis abends mussten Mitglieder des historischen Arbeitskreises täglich im Ortsamt Aufsicht führen. Dort wurden auf 60 Plakaten rund 500 Bilder aus der Horner Geschichte gezeigt.

Erwartungsgemäß seien unter den Besuchern Senioren in der Überzahl gewesen, die vielfach in Erinnerungen schwelgten ("Weißt du noch ...?"). "Wir hatten aber auch viele Familien und jüngere Leute, die gestaunt haben, wie anders Horn noch vor 30 oder 40 Jahren ausgesehen hat", erzählt Koppel.

Die Begeisterung ist also groß über den Erfolg der Ausstellung, wenn es im Vorfeld auch einiger Nachtschichten bedurfte, um das Material zu sichten und die Exponate technisch aufzubereiten. "Ohne die Möglichkeit, kurzfristig per E-Mail Material auszutauschen, hätte es nicht funktioniert", sagt Peter van Weeteren vom Bürgerverein. Mittlerweile sind die Bilder wieder im Keller des Bürgervereins verschwunden, in dem die vielen historischen Zeugnisse gelagert werden. Notgedrungen, denn an Räumlichkeiten für ein Archiv fehlt es. "Wir sind jetzt wieder häufig gefragt worden, wo man die Exponate nochmal ansehen kann. Aber wir können den Leuten nichts anbieten", sagt Reinhard Jarré. Erste Aufrufe, den ehrenamtlichen Stadtteilhistorikern einen Raum zur Verfügung zu stellen, brachten bislang keine positive Resonanz.

"Viel Platz brauchen wir nicht. 30 Quadratmeter für das Archiv und möglichst sanitäre Einrichtungen wären ausreichend", sagt Koppel. In seiner Not hat sich der Bürgerverein mit der Bitte um Hilfe an die Kulturbehörde gewendet. Auch Kooperationen mit Schulen können sich die Mitarbeiter des historischen Arbeitskreises durchaus vorstellen. "Das könnte für beide Beteiligte von Vorteil sein", argumentiert Peter van Weeteren. Da der Verein nur geringe Mitgliedsbeiträge erhebt, kann er allerdings keine nennenswerte Miete zahlen. "Es sei denn, es findet sich ein großzügiger Förderer", hofft Jarré auf Unterstützung. Denkbar wäre aus Sicht des Bürgervereins auch, in die künftigen Räume des Ortsamts miteinzuziehen. Doch das ist alles Zukunftsmusik. Jetzt erholen sich die Organisatoren erstmal vom Ausstellungsstress. Der historische Arbeitskreis indes macht keine Pause. Er trifft sich wie gewohnt am dritten Dienstag im Monat, 20 Uhr, in der Seniorenresidenz Brucknerstraße. Der Katalog zur

Jubiläumsausstellung erscheint am heutigen Montag in kleiner Auflage. Einige wenige Exemplare sind in der Horner Buchhandlung zum Preis von zwölf Euro erhältlich.

Kontakt zu Michael Koppel unter Telefon 237729 oder E-Mail: mkoppel@t-online.de.

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