Horn-Lehe Überwiegend positive Reaktionen auf Hospizabsage

Horn-Lehe. Überwiegend positiv haben die Fraktionen im Beirat Horn-Lehe auf die Ankündigung der Johanniter reagiert, auf den Bau eines Hospizes im Luisental zu verzichten. Beiratssprecherin Catharina Hanke (SPD) lobte die Einigung zwischen Johannitern, Evangelischer Landeskirche und der Kirchengemeinde Horn. "Die Mediation hat gut funktioniert", sagte sie. Es sei allerdings schade, dass sich kein anderer Standort gefunden habe, um das Hospiz im Stadtteil zu bauen. Wie berichtet, hatten die Johanniter geplant, im Luisental ein Grundstück der Landeskirche zu erwerben, um dort ein Hospiz zu bauen. Diesen Standort hatten Anwohner, die Kirchengemeinde, Naturschützer und Vertreter des benachbarten Kindergartens massiv kritisiert.
02.07.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Überwiegend positive Reaktionen auf Hospizabsage
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Überwiegend positiv haben die Fraktionen im Beirat Horn-Lehe auf die Ankündigung der Johanniter reagiert, auf den Bau eines Hospizes im Luisental zu verzichten. Beiratssprecherin Catharina Hanke (SPD) lobte die Einigung zwischen Johannitern, Evangelischer Landeskirche und der Kirchengemeinde Horn. "Die Mediation hat gut funktioniert", sagte sie. Es sei allerdings schade, dass sich kein anderer Standort gefunden habe, um das Hospiz im Stadtteil zu bauen. Wie berichtet, hatten die Johanniter geplant, im Luisental ein Grundstück der Landeskirche zu erwerben, um dort ein Hospiz zu bauen. Diesen Standort hatten Anwohner, die Kirchengemeinde, Naturschützer und Vertreter des benachbarten Kindergartens massiv kritisiert.

Auch Grünen-Sprecher Michael Koppel äußert sich zufrieden mit der Entscheidung der Johanniter, "sich im Sinne einer guten Nachbarschaft aufgrund der massiven Widerstände vom Hospizstandort am Luisental zurückzuziehen". Er sei erleichtert darüber, dass die Beteiligten die Entscheidung über das Hospiz nicht dem Stadtteilbeirat überlassen hätten. Insofern sei der Vorschlag der Grünen, einen Mediationsprozess zu beginnen, erfolgreich gewesen.

Kritisch zeigt sich Manfred Steglich von den Linken. "Die Entscheidung, nun doch auf das geplante Hospiz in Horn-Lehe zu verzichten, ist sehr bedauerlich", kommentierte er den Rückzug der Johanniter. Leider hätten auch die Mediationsgespräche zu keiner befriedigenden und für alle einvernehmlichen Lösung geführt. Verständnis für die Entscheidung zeigte Ulf-Brün Drechsel (FDP). Gerade ein Hospiz müsse sich einerseits in seine Umgebung einfügen, aber auch von der Bevölkerung und allen Interessengruppen akzeptiert werden. Dies sei am Standort Luisental nicht gegeben gewesen. "Die intensive Diskussion um das Luisenthal hat aber bei allen Beteiligten die Augen geöffnet für die anderen Belange und Sichtweisen." Daher sei das Ergebnis der Mediation zu begrüßen, so der Liberale.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+