450 Jugendliche informieren sich über Ausbildungen im Berufsbildungswerk an der Universitätsallee Vom Pizzabacken bis zur Knopfherstellung

Horn-Lehe. Berufe entdecken und ausprobieren: Unter diesem Motto lud das Berufsbildungswerk an der Universitätsallee zum Berufsinformationstag ein. Rund 450 Schülerinnen und Schüler nutzten die Chance, in verschiedene Arbeitsbereiche hineinzuschnuppern. Das Berufsbildungswerk fördert junge Menschen mit Behinderungen und ermöglicht ihnen eine solide Ausbildung.
28.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Katharina Gelhaus

Horn-Lehe. Berufe entdecken und ausprobieren: Unter diesem Motto lud das Berufsbildungswerk an der Universitätsallee zum Berufsinformationstag ein. Rund 450 Schülerinnen und Schüler nutzten die Chance, in verschiedene Arbeitsbereiche hineinzuschnuppern. Das Berufsbildungswerk fördert junge Menschen mit Behinderungen und ermöglicht ihnen eine solide Ausbildung.

In der Ausbildungsküche des Berufsbildungswerks herrscht reger Betrieb. Hinter einer der Pfannen steht der 15-jährige Christian. Der Schüler einer Bremerhavener Stadtteilschule möchte später als Koch arbeiten. "Ich habe bereits ein Praktikum in diesem Bereich gemacht und könnte mir vorstellen, eine Ausbildung zum Beikoch zu machen", sagt er - und widmet sich wieder dem Belegen einer kleinen Pizza.

Dort, wo Christian hin will, ist Svenja Lempenauer bereits. Die 21-Jährige absolviert ihr zweites Ausbildungsjahr zur Beiköchin im Berufsbildungswerk. "Zweimal in der Woche gehen wir zur Berufsschule, an den anderen Tagen stehen wir in der Küche", erzählt sie aus dem Ausbildungsalltag. Und was kommt danach? Svenja träumt davon, in einem Restaurant zu arbeiten. Und ihre Chancen stehen gar nicht schlecht. "Unsere Vermittlungsquote lag in den vergangenen Jahren bei durchschnittlich 63 Prozent, wobei es die Köche wesentlich einfacher haben als beispielsweise die Bürokaufleute", sagt Leonie Viktor, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Berufsbildungswerks.

Gute Prüfungsergebnisse

Das Berufsbildungswerk bietet Jugendlichen mit Lernschwächen sowie körperlichen oder psychischen Behinderungen 26 verschiedene Ausbildungen an. Die benachteiligten Jugendlichen hätten auf dem allgemeinen Lehrstellenmarkt kaum eine Chance. Bei der Abschlussprüfung könnten sie jedoch ohne Probleme mit den anderen Auszubildenden mithalten, erklärt Leonie Viktor stolz. Die Durchfallerquote liege bei drei Prozent.

Der Grund für die zumeist positive Entwicklung der Azubis sei die weitreichende Förderung durch die Mitarbeiter des Berufsbildungswerks. "Den Jugendlichen steht immer ein psychologischer und medizinischer Dienst zur Verfügung. Außerdem helfen Integrationsberater bei der Suche nach einem geeigneten Praktikum oder Job", schildert Leonie Viktor. Praktika seien ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Weil nicht alle Jugendlichen zwischen Ausbildungsstätte und Elternhaus pendeln können, besteht zudem die Möglichkeit, dass sie in einem Internat wohnen, das zum Berufsbildungswerk gehört. Während Christian von der Ausbildungsküche angetan ist, können sich seine Mitschüler für andere Ausbildungsberufe begeistern. Lorraine interessiert sich für den Bereich Raumausstattung, da sie bereits ein Praktikum in der Schneiderei des Stadttheaters Bremerhaven absolviert hat. Die Mitmachaktion "Polsterknöpfe herstellen" ist ganz nach ihrem Geschmack. In insgesamt zwölf Bereichen haben die Schüler

die Möglichkeit, angeleitet von den Auszubildenden, an Mitmachaktionen teilzunehmen und ihre Fähigkeiten auszuprobieren. "Es ist für jeden etwas dabei", sagt Viktor.

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