Investor schließt Kauf des Postgebäudes ab Weg frei für neuen Polizeistandort

Horn-Lehe. Der Kaufvertrag ist unterschrieben, nach wochenlangen Verhandlungen hat der Bremer Investor Norbert Dittel (Terranova) das Postgebäude an der Lilienthaler Heerstraße erworben. Damit ist eine entscheidende Hürde für den Umzug des Polizeireviers Horn an den neuen Standort übersprungen.
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Weg frei für neuen Polizeistandort
Von Andreas D. Becker

Horn-Lehe. Der Kaufvertrag ist unterschrieben, nach wochenlangen Verhandlungen hat der Bremer Investor Norbert Dittel (Terranova) das Postgebäude an der Lilienthaler Heerstraße erworben. Damit ist eine entscheidende Hürde für den Umzug des Polizeireviers Horn an den neuen Standort übersprungen.

Ganz ohne Schwierigkeiten ging das Geschäft jedoch nicht ab. Denn der Vorbesitzer, der Lorac Investment Fund aus Luxemburg, verlangte plötzlich auf den ursprünglichen Kaufpreis einen deutlichen Aufschlag. Im Internet hatte die Lorac das Postgebäude anfangs für rund 800000 Euro angeboten. Wie viel er letztlich für das Objekt überweisen muss, will Dittel nicht verraten. Der Kaufpreis sei "an der Schmerzgrenze" gewesen. "Die Preisanhebung war nicht angenehm, aber legitim. Angebot und Nachfrage sind entscheidend", sagt der Investor, der in Horn-Lehe lebt.

Langfristige Perspektiven

Nachdem bekannt geworden sei, dass die Polizei den Standort favorisiere und der Umzug von der Deputation beschlossen worden sei, habe der Anbieter seine Chance genutzt und an der Preisschraube gedreht. Er selbst habe sich letztlich wegen der langfristigen Perspektiven entschlossen, den höheren Preis zu bezahlen, schildert der Investor. "Ein solches Objekt darf man nicht kurzfristig betrachten. Wenn ich schnell durch einen Wiederverkauf damit Geld hätte verdienen wollen, hätte sich der Kauf nicht gelohnt."

Ob wegen des erhöhten Kaufpreises auch die Mieten steigen, ist noch nicht entschieden. "Darüber muss man mit Immobilien Bremen reden", so Norbert Dittel. Ziel sei jedoch, möglichst ohne Anhebung auszukommen. Peter Schulz, Sprecher von Immobilien Bremen, äußert sich zufrieden über die erfolgreichen Kaufverhandlungen. "Wir hoffen, dass es auf der vereinbarten Grundlage positiv weitergeht." Schulz betont, dass die Miethöhe aus Sicht der Innenbehörde schon an der Grenze des Machbaren kalkuliert sei. Bei einer Mieterhöhung würde es schwierig werden.

Das langfristige Konzept des 53-jährigen Investors für die wirtschaftliche Nutzung des Postgebäudes ruht auf zwei Säulen. Zum einen soll die Polizei einziehen. Andererseits soll die Post in dem Gebäude bleiben. Allerdings stehen nach den Vorstellungen Dittels vorher umfangreiche Umbauten im ganzen Haus an. Mit der Wache soll die Polizei das Erdgeschoss nutzen. Die Post wechselt ins Obergeschoss. Für das Briefverteilzentrum, das zurzeit noch oben untergebracht ist, würde auf dem Parkplatz ein Neubau entstehen. "Die Polizei benötigt nur sechs Stellplätze, das wäre kein Problem", ist Dittel überzeugt.

Auch für die Post biete die neue Raumverteilung Vorteile. Diese will der Investor den Verhandlungspartnern vonseiten des Konzerns schmackhaft machen. Denn die Post soll auch unter den neuen Bedingungen im Boot bleiben. Sind alle ausstehenden Verhandlungen erfolgreich, will Dittel im dritten Quartal 2011 mit dem Neubau für das Briefverteilzentrum beginnen. "Erst muss die Post umziehen, dann folgt die Polizei", plant er. Mit dem Umzug der Polizei an den Standort rechnet er für Frühjahr 2012. Der Gesamtetat beträgt inklusive Kaufpreis zwei Millionen Euro.

Zunächst stehen im neuen Jahr jedoch die Verhandlungen mit der Post an. Gleichzeitig gehen die Gespräche mit Immobilien Bremen in die nächste Runde. "Ich bin optimistisch, dass wir hier schnell zu einer Lösung kommen", so der Investor.

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