Geld und Material für neue Anlage in Huchtingen stehen bereit Bald Bahn frei für Skater am Sodenmattsee

Huchting. Dass die Temperaturen endlich auf zehn Grad über den Gefrierpunkt klettern, sehnen zahlreiche Huchtinger herbei. Denn halten sich die Temperaturen auf diesem Niveau, kann der Aufbau der Skateranlage am Sodenmattsee beginnen.
07.03.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Mario Assmann

Huchting. Dass die Temperaturen endlich auf zehn Grad über den Gefrierpunkt klettern, sehnen zahlreiche Huchtinger mehr als andere Bremer herbei. Denn halten sich die Temperaturen auf diesem Niveau, kann der Aufbau der lange in Aussicht gestellten Skateranlage am Sodenmattsee beginnen.

Knapp 90000 Euro und das Material stehen bereit, "das gute Ende naht", meinen die Projektbeteiligten. Eine "dicke Einweihungsparty vor den Sommerferien" soll dann "Dank für alle sein, die an die Skaterbahn geglaubt haben. Und das waren viele", sagt Claudia Schwehm vom Sozialzentrum Süd.

Dort, wo künftig Skateboarder über Module wie "Jumpramp" und "Funbox" brettern können, ist derzeit noch herzlich wenig zu sehen. Es bedarf schon einiger Fantasie, um sich vorzustellen, dass auf dem einstigen Minigolfplatz - nahe der Bezirkssportanlage Huchting - waghalsige Fahrer auf rollenden Untersätzen kurven werden. Immerhin: Der Boden ist buchstäblich bereitet. Der städtische Umweltbetrieb Bremen hat das ursprünglich zu weiche Erdreich verfestigt und erhöht. "Wir mussten aus der Grundwasserzone raus. Und bezogen auf die Tragfähigkeit sind das tatsächlich schwierige Bodenverhältnisse gewesen", erläutert Landschaftsarchitektin Annette Kramer. Jetzt aber müsse nur noch das Wetter mitspielen, dann ließe sich der Asphalt auftragen und Wiese am Rand der eingefassten Anlage säen.

Für die Realisierung der Skaterbahn haben sich etliche Einrichtungen eingesetzt, die Finanzierung speist sich aus mehreren Töpfen. Den Löwenanteil der insgesamt erforderlichen 87000 Euro steuere das Amt für Soziale Dienst bei, sagt Initiativberaterin Schwehm. Ohne den Einsatz des Huchtinger Jugendbeirats jedoch "wäre das Vorhaben wohl versickert", meint Dieter Söker von der involvierten Jugendhilfe-Stiftung "Alten Eichen von 1596". Sökers Fazit: "Die Bahn ist ein Erfolgsprojekt des Jugendbeirats."

Graffiti-Wettbewerb in Planung

Für Nadine Arkenau und Katharina Batrakow, Oliver Belavic und Stefanie Marinowski - allesamt vom gegenwärtig zwölfköpfigen Jugendbeirat und an diesem Nachmittag zum Ortstermin erschienen - geht mit der Skateranlage ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. "Seit zwei Jahren arbeiten wir daran. Immer wieder sind wir von anderen Jugendlichen auf die Bahn angesprochen worden", schildern die Vier einmütig. Und erleichtert. Schließlich haben sie das Projekt zum Wahlkampfthema gemacht, damit für einen Sitz im 2009 eingerichteten Jugendbeirat geworben. Nun hofft das Quartett, dass sich die Skateranlage am See zu einem "richtigen Jugendtreff mit schöner Atmosphäre" entwickelt, wie die 18-jährige Schülerin Katharina Batrakow sagt.

Bis der Treff hält, was sich die Beteiligten versprechen und erhoffen, sind noch einige Arbeiten zu erledigen. Besagte Asphaltierung ist vorzunehmen, die sechs Bahnelemente müssen vom Lagerplatz an der Bezirkssportanlage herangeschafft und ihre Beschichtung erneuert werden. Während die Stadtteilgruppe die 2300 Euro kostende Beschichtung unterstützt, gibt der Jugendbeirat Mittel für Sitzbank und Mülleimer. "Damit das auch ordentlich aussieht", so Batrakow. Eine zehn Meter lange, zwei Meter hohe Wand wird das 800 Quadratmeter umfassende Areal komplettieren - eine Wand, die Batrakow und ihre Mitstreiter als "Highlight" bezeichnen, mit der sie einiges vorhaben.

Hintergrund der jugendlichen Begeisterung ist die Idee, die Wand mit Graffiti zu verschönern. Welche Sprayer und Motive zum Zuge kommen, entscheidet ein Wettbewerb. Die besten Entwürfe werden verwirklicht, Jugendliche in die Platzgestaltung eingebunden. Letzteres gilt auch für die Verzierung der Bahn-Elemente. Der Plan: Junge Leute, die an einem Graffiti-Workshop der "Stiftung Alten Eichen" teilgenommen haben, greifen zur Sprühdose und peppen "Funbox" wie "Jumpramp" auf. "Das Ganze eingebunden in ein pädagogisches Konzept", versichert Bereichsleiter Söker. Die Stiftung vermittele Graffiti nicht nur als Kunst, sondern weise auch auf die rechtlichen Folgen illegalen Sprühens hin. Was während des Herbst-Workshops in der Amsterdamer Straße entstanden ist, könnte übrigens demnächst in der Stadtbibliothek Huchting zu sehen sein: Schwehm bemüht sich momentan um eine entsprechende Schau.

Mehr im Netz: www.jugendbeirat-huchting.de

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