Baustellenbesuch in Huchting

Neubau an der Oberschule Hermannsburg geht voran

Lange hat der Baubeginn auf sich warten lassen, doch nun läuft es offenbar rund an der Oberschule Hermannsburg. Im Juni 2021 soll das neue Gebäude bezugsfertig sein.
07.09.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karin Mörtel

Im Frühsommer 2021 kann die Schulgemeinschaft an der Oberschule Hermannsburg in Huchting in ihren Neubau einziehen. Das ist der aktuelle Termin, mit dem Schulleiter Achim Kaschub nun planen kann. Erst kürzlich ist Finanzsenator Dietmar Strehl mit Immobilien Bremen-Geschäftsführerin Susanne Kirchmann vor Ort gewesen, um den Baufortschritt zu begutachten.

Für 12,3 Millionen Euro entsteht ein neues Hauptgebäude als Ersatz für das Schulhaus, das dort 2013 wegen Einsturzgefahr zunächst gesperrt und schließlich abgerissen wurde. Der neue Passivbau umfasst künftig Fachräume, Turnhalle, Lehrküche, Computerraum, Bürotrakt und Mensa mit einer Bühne. „Hell, großzügig, klar strukturiert und vielseitig nutzbar – auch für außerschulische Veranstaltungen“, schilderte der Senator seinen Eindruck. Ortsamtsleiter Christian Schlesselmann war vom Baustellenbesuch ebenfalls angetan: „Der Neubau ist wichtig für den Stadtteil. Er wertet das Quartier auf.“

Breite Fensterfronten prägen bereits heute das künftige Hauptgebäude. „Schulleben wird hier für den Stadtteil sichtbar und erlebbar und dadurch ein natürlicher Bestandteil im Stadtteil“ sagte Jan Hartung vom Architekturbüro TSJ Architekten zu Finanzsenator Strehl, während beide in der künftigen Lehrküche standen. Aus seiner Sicht solle Schule ein Erfahrungs- und Erlebnisraum für die Kinder und Jugendlichen sein. „Offenheit und Transparenz in einem Gebäude nimmt die Angst und gibt Zuversicht, dass das Lernen gut gelingen kann“, so Hartung. Der nach einigen Verzögerungen neu gesteckte Zeitplan könne nun eingehalten werden, heißt es vom Architekturbüro. Voraussichtlich Ende März 2021 werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Danach gibt es noch eine sogenannte Einlaufzeit für die Lüftung und Erprobung der umfangreichen technischen Anlagen, die für ein Gebäude in Passivbauweise nötig sind. Die Schule könne dann im Juni 2021 einziehen.

„Darauf freuen wir uns schon sehr, denn durch den Unterricht in den neuen Fachräumen können wir auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler noch besser eingehen “, so Schulleiter Kaschub. Ebenfalls gute Nachrichten gibt es im Hinblick auf den Unterricht während der Corona-Pandemie: Die Raumplanung sei davon nicht betroffen, erklärte Hartung. „Dies war nicht nötig, denn durch die umfangreiche Vorplanung wurde anders als bei anderen Gebäuden in Passivbauweise beispielsweise an zu öffnende Fenster in jedem Raum gedacht, sodass Stoßlüften überall möglich ist.“

Kaschub betonte außerdem, dass die Bauarbeiten den Unterricht in keiner Weise stören würden. Der Schulleiter: „Im Gegenteil: Es sind Fortschritte zu sehen, die schüren die Vorfreude auf die Fertigstellung.“ Bei Einzug wird die Schulgemeinschaft dann acht Jahre Provisorium hinter sich haben mit verkleinerter Mensa in Containern und fehlender Turnhalle.

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