Soziales Projekt kann weitermachen

Mobile Schwimmschule darf auf Preisgeld bei Bundeswettbewerb hoffen

Eine Bremer Idee findet bundesweite Beachtung: Die Mobile Schwimmschule für benachteiligte Kinder ist in der Endrunde eines Bundeswettbewerbs gelandet.
09.05.2020, 06:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Karin Mörtel
Mobile Schwimmschule darf auf Preisgeld bei Bundeswettbewerb hoffen

Das transportable Schwimmbecken ist
32 Quadratmeter groß.

Astrid Touray

Was als Bremer Hilfsprojekt für Kinder in benachteiligten Stadtteilen, die nicht schwimmen können, begann, findet nun bundesweit Anerkennung: Die Initiatoren der Mobilen Schwimmschule in Bremen gehören zu den 25 Bundespreisträgern des Startsocial-Wettbewerbs und fahren voraussichtlich im Sommer nach Berlin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. In Berlin erhalten insgesamt sieben der geladenen sozialen Initiativen Geldpreise – einschließlich eines Sonderpreises der Bundeskanzlerin.

Die Mobile Schwimmschule ist ein transportables, überdachtes Schwimmbecken mit einer Größe von vier mal acht Metern. Sie stand im Juni 2019 erstmals auf dem Gelände der St.-Georg-Kindertagesstätte in Huchting. „Ziel des Projektes ist die frühzeitige Wassergewöhnung von Kindern“, erklärt Astrid Touray vom Landessportbund. Mit Hilfe der Mobilen Schwimmschule solle die hohe Nichtschwimmer-Quote – insbesondere bei Kindern aus Familien mit geringen finanziellen Mitteln und Migrationshintergrund – verringert werden. Dafür haben die Bremer Kooperationspartner von Landessportbund, Landesschwimmverband und DLRG-Landesverband sowie die Bürgerstiftung Bremen und der Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder ein Konzept entwickelt und das Pilotprojekt umgesetzt. „Vom Probelauf in Huchting konnten insgesamt 57 Kinder profitieren und haben große Fortschritte im Wasser gemacht“, sagt Touray.

Auf Empfehlung der Bürgerstiftung erhielt das Projekt Mobile Schwimmschule eines von 100 Stipendien des bundesweiten Startsocial-Wettbewerbs. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ wurden die Projektbeteiligten bei der nachhaltigen Weiterentwicklung von erfahrenen Unternehmensführern ehrenamtlich beraten. Das Konzept wurde überarbeitet und ein umfassender Finanzplan erstellt.

Mit dem weiterentwickelten Konzept waren die Initiatoren und ihre Coaches offenbar so erfolgreich, dass sie jetzt zur Preisverleihung des Startsocial-Wettbewerbs nach Berlin fahren dürfen. Die Beratungsphase hat außerdem dazu geführt, dass der neu gegründete Verein „Schwimm mit“ das Projekt zum Sommer 2020 weiterführen wird.

Trotz Corona-Krise lassen sich die Initiatoren der Mobilen Schwimmschule nicht entmutigen. Der für den 27. April in Gröpelingen geplante Auftakt für das Jahr 2020 musste zwar verschoben werden. Trotzdem hofft Touray, „dass wir im Sommer in Hemelingen starten können“.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+