Beim Schauturnen zeigen verschiedene Gruppen des TSV Grolland ihr Können Eine tolle Gemeinschaft

Grolland. "Das ist schon eine besondere Leistung", lobte Irma Pudolski aus Grolland Julia Ritzau aus Huchting. Sie war mit ihrer Meinung nicht alleine. Die übrigen Zuschauer belohnten den Auftritt mit stürmischem Applaus. Die 15-Jährige hatte die Zuschauer mit ihrem doppelten "Flicflac" gefangengenommen. Eine akrobatische Leistung von vielen, die das Publikum beim Schauturnen des TSV Grolland in der neuen Sporthalle bestaunen konnte.
04.04.2011, 05:00
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Von VOLKER ALTHOFF

Grolland. "Das ist schon eine besondere Leistung", lobte Irma Pudolski aus Grolland Julia Ritzau aus Huchting. Sie war mit ihrer Meinung nicht alleine. Die übrigen Zuschauer belohnten den Auftritt mit stürmischem Applaus. Die 15-Jährige hatte die Zuschauer mit ihrem doppelten "Flicflac" gefangengenommen. Eine akrobatische Leistung von vielen, die das Publikum beim Schauturnen des TSV Grolland in der neuen Sporthalle bestaunen konnte.

Gleich zu Beginn sorgte der zweijährige Jan Philipp Eustermann aus Stuhr-Kuhlen für heitere Stimmung in den Zuschauerreihen. Er hing minutenlang mit ausgestreckten Armen am Barren, baumelte mit seinen frei schwebenden Füßen hin und her und lächelte dabei fröhlich ins Publikum. Dann ließ er sich irgendwann in die weiche, blaue Matte fallen, wo seine Mutter Iwona ihn auffing. Beide gehören zur Eltern-Kind Gruppe des TSV Grolland, die sich jede Woche einmal trifft und Übungen auf Bänken, am Kasten und Barren macht. "Es bringt Spaß für mich und meinen Sohn. Er lernt hier Freunde kennen, und ich komme mit anderen Müttern in Kontakt", sagte Iwona Eustermann.

Nach den Kleinen, die über Bänke stolzierten, sich am Kasten reckten und streckten und über Bodenmatten an den Händen ihrer Mütter liefen, folgten die etwas Größeren. Zehn neun- bis zwölfjährige Mädchen aus der Gruppe Kinderturnen heizten dem Publikum zur Musik der Disco-Boys richtig ein und brachten Stimmung in die Turnhalle. Sie kamen mit Tempo in die Halle gerannt, sprangen mit viel Anlauf über ein Minitrampolin auf eine Matte, übersprangen anschließend zwei Kästen, machten auf Bodenmatten Rolle rück- und vorwärts und brillierten zum Schluss mit einem Handstand. Übungsleiterin Svenja Dietz war sehr stolz auf ihre Mädels: "Sie sind sehr diszipliniert und euphorisch. Das ist die Stärke der Gruppe." Auch Bärbel und Siegfried Pohl aus Grolland waren von den Mädels begeistert. "Man hat gesehen, wie begeistert die Mädchen turnen. Sie haben Mut, denn vieles ist sehr anspruchsvoll", meinte Bärbel Pohl. Ihr Mann war sehr stolz auf seine Tochter, die mitgeturnt hat, weil es "schön ist, wenn

sie etwas vorführen." Zufrieden zeigte sich auch Marije Ypmer aus Grolland. Die Elfjährige turnt schon seit etwa fünf Jahren beim TSV Grolland, weil es ihre Leidenschaft ist, wie sie verriet.

Kleines Turnkunstwerk

Ums Turnen dreht sich alles bei der elfjährigen Finya Röhrler aus Huchting, Ann-Katrin Körner und Carlotta Burchhard, beide zehn Jahre alt und aus Grolland. Sie treffen sich mit anderen Mädchen zweimal in der Woche für jeweils zwei Stunden und turnen zusammen am Reck, Schwebebalken und auf dem Boden. "Jeder überlegt sich, was er an den Sportgeräten machen möchte, und dann fügen wir die einzelnen Übungen zusammen", erklärte Finya. Mit einem kleinen Turnkunstwerk begeisterten sie die Besucher: Zur Filmmusik von "La Boum" machten sie Handstand, balancierten auf dem Balken und machten Kopfstand. Petra Röder, die diese Gruppe trainiert, möchte damit die Jugendlichen für das Turnen gewinnen: "Es ist wichtig, dass sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Außerdem ist es ein körperlicher Ausgleich zur Schule, eine Zusammenarbeit, bei der alle aufeinander achten und Verantwortung tragen. Insgesamt ist es eine tolle Gemeinschaft."

Und diese tolle Gemeinschaft sei auch das Markenzeichen des Vereins, erklärte Helma Reincken, 1. Vorsitzende des TSV Grolland. "Wir sind familienfreundlich. Alle Altersgruppen von drei bis 75 sind vertreten. Hier kommen Jung und Alt zusammen und machen gemeinsam Sport."

Sportlich geht es auch in der Gruppe Frauen-Gymnastik zu. Dort versammeln sich regelmäßig etwa 20 Frauen und studieren "rhythmische Tänze zu moderner Musik" ein, erklärte Trainerin Lore Schröder. Mit Stäben und Keulen tanzten sie vor dem Publikum. Mit dabei war Margitta Kräkel (62) aus der Neustadt. "Seit 30 Jahren turne ich hier im Verein und fühle mich ganz wohl. So kann ich mich fit halten", sagte sie. Ihre Tochter Judith Ochmann reiste aus Hamburg an, um ihre Mutter beim Auftritt zu bewundern. "Ich finde es gut, dass sie tanzt. Es ist sehr unterhaltsam und mitreißend."

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