Verlängerung in Huchting

Neue Trassenführung für die Linie 1

Bremen. Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 nach Mittelshuchting kommt voran. Wie die Baubehörde am Montag mitteilte, ist jetzt das Prüfergebnis da. Auf der Heinrich-Plett-Allee kann die Straßenbahn in der Fahrbahnmitte geführt werden.
04.06.2013, 09:53
Lesedauer: 2 Min
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Neue Trassenführung für die Linie 1
Von Frauke Fischer
Neue Trassenführung für die Linie 1

Straßenbahn Linie 1 in Richtung Huchting fotografiert an der Haltestelle Am Brill.

Photo, Christina Kuhaupt

Bremen. Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 nach Mittelshuchting kommt voran. Wie die Baubehörde am Montag mitteilte, ist jetzt das Prüfergebnis da, das die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie im vergangenen Herbst in Zusammenhang mit ihrem Beschluss zum Weiterbau der Linie 1 gefordert hatte. Wichtigster Inhalt: Auf der Heinrich-Plett-Allee kann die Straßenbahn in der Fahrbahnmitte geführt werden. Das berücksichtigt einige Wünsche aus den Bürgerforen.

Die Verlängerungen der Straßenbahnlinien 1 und 8 hatten in den vergangenen Jahren zunehmend Konfliktpotenzial. Kurzzeitig hatte sich die SPD-Fraktion sogar gegen das Projekt Linie 1 ausgesprochen. Es sei verzichtbar, die Fortführung der Linie 8 Richtung Weyhe hingegen nicht. Als der grüne Koalitionspartner darauf hinwies, dass Fördermittel vom Bund womöglich nur für ein Projektpaket kämen und Post vom Bundesverkehrminister das bestätigte, schwenkten die Genossen um.

Aufgrund der Einwände und Sorgen von Bürgern und Beirat in den betroffenen Ortsteilen einigten sich die Deputierten im Oktober bei Zustimmung zum Bau auf einen Kompromiss für das Wie. Da vor allem die sogenannte Seitenlage zum Stein des Anstoßes geworden war, sollte die Behörde Alternativen prüfen. Unter anderem sollten Wünsche nach Querungsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Das ist nach Auskunft von Behördensprecherin Brigitte Köhnlein nun geschehen.

Auf dem Abschnitt zwischen Delfter Straße und der Brücke über die B 75 kann demnach die Bahn auf einem Gleiskörper, der begrünt wird, fahren. Rechts und links ist Platz für eine jeweils 3,50 Meter breite Fahrbahn sowie für einen 1,85 breiten Schutzstreifen für Radfahrer und einen 2,50 breiten Gehweg. Diese Trasse wird nach Behördenansicht den Vorgaben bei Lärmschutz weitgehend gerecht. Auch die möglichst gute Abwicklung des Verkehrs würde berücksichtigt. Viele Bäume könnten erhalten bleiben. Auf dieser Basis, so Köhnlein, würde nun das neue Planfeststellungsverfahren laufen.

Für Jürgen Pohlmann, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter und Sprecher der Baudeputation, ist das Prüfergebnis „ein richtig guter Erfolg“. Es berücksichtige wichtige Punkte des Beteiligungsverfahrens. „Nach langer Diskussion ist das ein gutes Zeichen, dass die Straßenbahn als ökologischstes Verkehrsmittel damit Akzeptanz erfährt“, sagte Pohlmann. Er rechnet nach den entsprechenden Verfahren, die nun beginnen, mit einem Baubeginn 2016/2017.

„Wir sind froh über die Nachricht“, sagte Ralph Saxe, verkehrspolitischer Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion. „Der heikelste Punkt war die Trassenführung auf der Heinrich-Plett-Allee.“

Für Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr ist wichtig, „dass wir den Wunsch aus dem Stadtteil aufgreifen konnten, die neue Straßenbahn in der Mitte der Heinrich-Plett-Allee fahren zu lassen.“ Lohse: „Und ich freue mich natürlich auch, dass wir nun beim Ausbau des umwelt- und nutzerfreundlichen Bremer Straßenbahnnetzes voran kommen.“

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