Großbrand in Bremen-Huchting

Technischer Defekt löste Feuer in Altenheim aus

Die Spezialisten der Kriminalpolizei haben die Ursache für das Feuer im Alten- und Pflegeheim in Huchting ermittelt. Ein technischer Defekt an der Photovoltaikanlage hat demnach den Brand ausgelöst.
20.06.2019, 17:13
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Von Kornelia Hattermann
Technischer Defekt löste Feuer in Altenheim aus

Ein technischer Defekt hatte den Brand im Dachstuhl eines Alten- und Pflegeheims in Huchting verursacht.

Gisela Jaensch

Ein technischer Defekt an der Photovoltaikanlage auf dem Dach hat das Feuer in dem Alten- und Pflegeheim an der Tegeler Plate in Huchting verursacht. Das haben die Spezialisten der Kriminalpolizei ermittelt, wie Thomas von der Heyde, Einsatzleiter im Lagezentrum der Bremer Polizei, bestätigt. Das Feuer hatte am Dienstagnachmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und vielen Hilfskräften ausgelöst. Bei dem Großbrand waren 21 Personen leicht verletzt worden, 96 Bewohnerinnen und Bewohner mussten evakuiert werden.

Schwarzer Rauch aus dem Dachstuhl des Stadtteilhauses Huchting der Bremer Heimstiftung, der bis nach Achim zu sehen war, hatte am Dienstagnachmittag eine Vielzahl von Notrufen in der Feuerwehrleitstelle ausgelöst, in dem 200 Meter langen Gebäude hatte die Brandmeldeanlage angeschlagen. Kurz nachdem die ersten Feuerwehrleute am Brandort eingetroffen waren, sei es zu einer sogenannten Durchzündung gekommen und der Dachstuhl habe innerhalb von Sekunden in voller Ausdehnung gebrannt, erklärte die Feuerwehr. Mutiges Handeln und große Professionalität der Einsatzkräfte hätten eine Katastrophe verhindert, betonte Innensenator Ulrich Mäurer.

Die Brandbekämpfung in dem engen Wohngebiet und die Evakuierung stellten in der Tat eine besondere Herausforderung dar. 80 Prozent der 96 Bewohner sind auf Rollstühle und Rollatoren angewiesen, andere bettlägerig oder dement. Sie alle wurden von den mehr als 200 Feuerwehrleuten und Hilfskräften, rund 70 Polizeibeamten und freiwilligen Helfer aus dem Gebäude gerettet und für die Nacht untergebracht. Niemand wurde schwer verletzt. Ein Teil der Senioren konnte schon am Tag nach dem Brand in die nicht betroffenen Wohnungen zurückkehren, etwa 40 Bewohner aus den zerstörten Servicewohnungen sind in anderen Häusern der Heimstiftung untergebracht.

Zur genauen Schadenshöhe gibt es bisher keine konkreten Aussagen, das weitere Verfahren liegt bei der Staatsanwaltschaft.

+++ Aktualisiert um 19.47 Uhr +++

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