Kommentar zur energetischen Sanierung

Besser steuern

Klimaschutz über Gebäudesanierung ist richtig und wichtig - man muss allerdings einen neuen Ansatz finden, meint unser Redakteur Joerg Helge Wagner.
30.07.2020, 05:00
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Besser steuern
Von Joerg Helge Wagner
Besser steuern

Deutschlandweit wurde bereits viel Geld in die Gebäudesanierung gesteckt.

Sebastian Gollnow

Werden in Deutschland seit Jahren Milliarden Euro buchstäblich durch den Schornstein gejagt? Gewaltige Mittel, die Wohnungskonzerne und Eigentümer zur energetischen Sanierung ihrer Häuser aufwenden und staatliche Fördermittel für diese Klimaschutzmaßnahmen – alles vergebens? Ganz so schlimm ist es nicht, denn die Lebensqualität in einer gut isolierten Wohnung mit modernen Fenstern und fein dosierbarer Heizung ist sicher höher als in einer zugigen Bude. Doch der Komfort macht auch anspruchsvoll, Spareffekte beim Energieverbrauch verpuffen.

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Die aufwendige Dämmung ganzer Fassaden ist ein schönes Konjunkturprogramm für die Bauwirtschaft, aber sie verteuert eben auch das Wohnen. Sozial wie ökologisch wäre es besser, direkt den CO2-Ausstoß zu senken. Nicht über die Heizkosten – da geht wegen der gesunkenen Preise für fossile Energieträger wenig – sondern über die Heizung selbst: Die sollte eben möglichst klimaneutral Wärme erzeugen. Und wenn dann noch „intelligente“ Fenster beim Lüften die Heizung abstellen, ist man wieder einen Schritt weiter. Technologisch wie finanziell ist das machbar – es muss nur besser gesteuert werden.

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