Bildungsgewerkschaft kritisiert Behörde

Kritik an Art der Schulöffnung in Bremen

Verspätete und teils realitätsferne Anordnungen zur Öffnung von Schulen und Kitas - das wirft die Bildungsgewerkschaft GEW der Bremer Behörde vor. Auch die CDU erntet Kritik.
03.06.2020, 05:00
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Kritik an Art der Schulöffnung in Bremen
Von Sara Sundermann
Kritik an Art der Schulöffnung in Bremen

Die Öffnung der Schulen wird bundesweit kontrovers diskutiert.

Marijan Murat /dpa

Die Bildungsgewerkschaft GEW Bremen fordert ein tragfähiges Konzept zur Wiedereröffnung von Kitas und Schulen. Den Vorschlag der CDU, die Öffnungszeiten von Kitas im Schichtbetrieb von 7 bis 19 Uhr zu fahren, kritisiert GEW-Landesvorstandssprecher Jan Ströh als „krude Provokation“ an die Adresse der Beschäftigten. „Wir verstehen den Wunsch der Eltern, die Betreuung für ihre Kinder wieder schnell anzukurbeln“, sagt Ströh. Alle Pläne der schrittweisen und kontrollierten Öffnung über Bord zu werfen, bedeuteten jedoch, ein Risiko für alle Beteiligten billigend in Kauf zu nehmen.

"Die Corona-Krise zeigt jetzt wie ein Vergrößerungsglas die Versäumnisse der vergangenen Jahre auf“, sagt GEW-Landesvorstandssprecherin Elke Suhr. Es sei zu wenig in ausreichend Räume und digitale Medien an Schulen investiert worden. Hinzu komme eine "verfehlte Personalplanung", die nun das Problem verschärfe.

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Nach Auffassung der Gewerkschaft hecheln Beschäftigte in Bremer Kitas und Schulen seit Wochen „fehlenden, verspäteten oder teilweise realitätsfernen Anordnungen der Behörde hinterher“. Ströh kritisiert: „Die Beschäftigten werden wenig bis gar nicht in die Entscheidungsprozesse einbezogen und fühlen sich somit nicht mitgenommen.“

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