Kostenlose FFP2-Masken für Senioren ab 65

„Kein Grund für Ansturm auf Apotheken“

Ab Freitag erhalten Bremerinnen und Bremer ab 65 Jahre in den Apotheken kostenlos FFP2-Masken - jeder von ihnen habe Anspruch auf zwei Masken pro Woche, heißt es vom Senat. Und: Es gebe ausreichend Masken.
12.11.2020, 12:44
Lesedauer: 2 Min
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„Kein Grund für Ansturm auf Apotheken“
Von Sabine Doll
„Kein Grund für Ansturm auf Apotheken“

FFP2-Masken bieten laut Robert-Koch-Institut auch für die Träger einen effektiveren Schutz vor Coronaviren.

Christian Beutler/dpa

Ab diesem Freitag werden in den Bremer und Bremerhavener Apotheken FFP-2-Masken kostenlos an Menschen ab 65 Jahren abgegeben. Jeder von ihnen hat Anspruch auf zwei Masken pro Woche. Um die Kontakte bei der Abholung so gering wie möglich zu halten, werden jeweils zehn Stück pro Person als Monatsbedarf abgegeben. Die Masken müssen in einer Apotheke abgeholt werden; wer nicht mobil ist, kann auch eine Vertetung schicken.

„Das Angebot richtet sich ausschließlich an Menschen, die zur Altersgruppe gehören und ihren Wohnsitz im Land Bremen haben, ganz klar“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) an diesem Donnerstag in einer Video-Pressekonferenz. Missbrauch sei strafbewehrt und werde als Betrug geahndet. Bovenschulte appellierte an die Verantwortung der Bürger. Der Senat hat die Verteilaktion gemeinsam mit der Apothekerkammer Bremen organisiert. Das Land Bremen übernimmt die Kosten.

Die Masken stammen aus dem Lager für Schutzausrüstung des Landes Bremen. In einer ersten Tranche seien etwa 500.000 FFP2-Masken an die Apotheken geliefert worden. „Es besteht kein Anlass zur Sorge, dass die Bestände nicht ausreichen, Nachschub an FFP2-Masken ist gesichert“, betonte Klaus Scholz, Präsident der Apothekerkammer. „Es gibt also keinen Grund für einen Ansturm auf die Apotheken, auch wer nicht am Freitag kommt, wird nicht leer ausgehen.“ Scholz betonte zudem: „Es ist nicht möglich, Masken telefonisch in den Apotheken zu reservieren oder sich per Post nach Hause schicken zu lassen.“ Eine generelle Kontrolle, etwa der Ausweise, werde es nicht geben. Anders verhalte es sich, wenn Abholer nicht glaubhaft versichern könnten, dass sie zur Zielgruppe gehörten oder in Vertretung eines Angehörigen dieser Risikogruppe kämen. Apotheker hatten im Vorfeld die Sorge geäußert, dass es mit Start der Aktion zu Gedränge und Schlangen vor den Geschäften kommen könnte.

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Die kostenlose Abgabe zunächst an Senioren ab einem Alter von 65 Jahren sei sachlich begründet. Mehr als 90 Prozent der Todesfälle durch eine Covid-19-Erkrankung gebe es in dieser Altersgruppe, sagte Bovenschulte. „Deshalb möchten wir zu einem noch besseren Infektionsschutz beitragen.“ In einem weiteren Schritt soll darüber nachgedacht werden, wie eine Gratis-Abgabe von FFP2-Masken an weitere Risikogruppen, etwa jüngere Menschen mit Vorerkrankungen, organisiert werden könne. Bovenschulte: „Dieser Schritt jetzt ist der Einstieg.“ Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sagte zum zeitlichen Verlauf: „Es gibt zunächst einen Zeithorizont bis Weihnachten. Wir müssen sehen, wie es jetzt läuft.“ Abhängig vom Infektionsgeschehen sei auch denkbar, dass die Verteilaktion im Januar weitergehe.

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