Bildungsbehörde legt Konzepte vor

Pläne für Bremer Kitas und Schulen nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien sollen Kitas und Schulen in Bremen wieder so normal wie möglich arbeiten können. Jetzt hat die Bildungssenatorin Rahmenkonzepte für den Betrieb ab August vorgelegt.
15.07.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Pläne für Bremer Kitas und Schulen nach den Sommerferien
Von Sara Sundermann
Pläne für Bremer Kitas und Schulen nach den Sommerferien

In Kitas soll die Eingewöhnung nach den Regeln eines Hygieneplans stattfinden.

Monika Skolimowska /dpa

Die Bildungsbehörde hat Rahmenkonzepte dafür erarbeitet, wie der Betrieb von Kitas und in den verschiedenen Schulformen nach den Sommerferien aussehen soll. Generell betont Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD), in den Schulen werde ein Regelbetrieb angestrebt. Dabei soll in Schulen ebenso wie in Kitas weiter in festen Gruppen gearbeitet werden, sodass Kinder mit ihrer jeweiligen Gruppe im Kontakt sind, aber nicht mit allen Kindern ihrer Einrichtung.

Das bedeutet für Kitas: „Von gruppenübergreifenden und offenen Konzepten ist abzusehen“, wie es in einer Mitteilung der Behörde formuliert ist. Die Eingewöhnung neuer Kinder solle unter Beachtung der Regeln des Hygieneplans unter anderem mit Abstandsgebot für Erwachsene stattfinden. Elterntreffen und Sprechtage sollen ermöglicht werden – wenn notwendig, auch in neuen Formaten. Die Kosten für Gesichtsvisiere können der Mitteilung zufolge von der Bildungsbehörde übernommen werden. Sprachförderung solle bei der Bildungsarbeit Priorität haben. Der Einsatz persönlicher Assistenzen und Frühförderung sei auch unter Corona-Bedingungen notwendig. Kitas könnten mit jeweils einer Gruppe Ausflüge zu Spielplätzen und Parks machen.

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Für Schulen soll das sogenannte Kohorten-Prinzip gelten. Das heißt: Kinder sollen in ihrer jeweiligen Lerngruppe, ihrem Jahrgang oder ihrem Lernhaus bleiben. Soweit möglich, soll der Ganztag aufrechterhalten werden. „Alle Jahrgänge sollen die wesentlichen Inhalte dieses Schulhalbjahres nachholen und gleichzeitig auch die wesentlichen Inhalte des neuen Halbjahres vermitteln“, kündigt die Behörde an. Schule solle zudem inklusiv bleiben. Schnellstmöglich solle eine Fortbildung für die Lernplattform Itslearning an allen Schulen für alle Beschäftigten geplant werden. Danach sollen die Schüler im Umgang mit den Tablets geschult werden. Die kompletten Konzepte mit weiteren Vorgaben für verschiedene Schularten sind auf der Webseite der Behörde nachzulesen unter www.bildung.bremen.de.

Unterdessen haben die Personalausschüsse von drei Schulen im Bremer Süden der Senatorin ihre Sorgen mit Blick auf die Pläne in einem Offenen Brief geschildert. Sie kritisieren die volle Öffnung ohne Mindestabstand und verweisen auf enge Flure und kleine Klassenräume an vielen Standorten. Trotz großer Anstrengungen von Schulleitungen und Kollegien könne der Infektionsschutz nicht gewährleistet werden, heißt es in dem Brief.

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