Senat verhandelt mit Shapiras

Neue Pläne für Bremer Sparkassen-Areal

Die Schapira-Brüder haben nach Angaben von Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne) neue Pläne für das Sparkassen-Areal am Brill vorgelegt.
13.05.2020, 05:00
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Neue Pläne für Bremer Sparkassen-Areal
Von Eva Przybyla
Neue Pläne für Bremer Sparkassen-Areal

Die Sparkasse am Brill.

Frank Thomas Koch

Die Schapira-Brüder haben für das Sparkassen-Areal am Brill offenbar neue Pläne vorgelegt. Das berichtete Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne) am Dienstag in der Sitzung der Stadtbürgerschaft. Weitere Gebäudeteile des Sparkassen-Areals sollen diesen Plänen zufolge erhalten bleiben. Mehr verriet Schaefer nicht und berief sich auf die „Vertraulichkeit“ der Verhandlungen mit den Investoren.

Anlass der Debatte war ein Antrag der CDU-Fraktion, die mehr Transparenz im Planungsprozess des Sparkassen-Areals forderte. Die Zukunft des Areals am Brill ist seit vergangenem Herbst ungewiss. Die Eigentümer, das israelische Brüderpaar Pinchas und Samuel Schapira, hatten zwar bereits vor einem Jahr einen Entwurf des Star-Architekten Daniel Libeskind vor­gelegt.

Doch die rot-grün-rote Regierungskoalition lehnte den Entwurf ab. Die Entscheidung teilte Bausenatorin Schaefer den Investoren zudem in einem Schreiben mit, das an die Öffentlichkeit gelangte. Brüskiert zogen sich die Schapiras daraufhin aus den Verhandlungen mit dem Senat zurück.

Im Januar hatte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) die Gespräche wieder aufgenommen – zunächst jedoch, wie berichtet, ohne die Bausenatorin. Auch am Dienstag bezeichnete Schaefer den Libeskind-Entwurf als „eine problematische Vorstellung“, da er fast doppelt so viel Nutzfläche vorsah, wie in der Ausschreibung gefordert. Auch wenn Schaefer Versäumnisse vonseiten des Senats einräumte, so machte sie klar: Auch die Schapiras müssten sich künftig an Absprachen halten. „Für einen strukturierten Prozess braucht es Struktur von beiden Seiten“, sagte die Senatorin.

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