Mehr Masken auf Bremens Straßen

Wie der Mund-Nasen-Schutz entsorgt wird

Einwegmasken gehören nicht in den gelben Sack, sondern in die Restmüll-Tonne, darauf weist die Stadtreinigung hin. Seit Beginn der Pandemie haben Apotheken tausende Masken verkauft.
15.10.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Helke Diers
Wie der Mund-Nasen-Schutz entsorgt wird

Auf die Straße gehören entsorgte Einwegmasken nicht – sondern laut Stadtreinigung in den regulären Restmüll.

Christina Kuhaupt

Hellblaue Masken mit weißen Bändern – nach Gebrauch weggeworfen. Vor Corona waren Einwegmasken auf öffentlichen Flächen praktisch kein Thema. Das hat sich an einigen Stellen geändert: „Ab und an tauchen sie als sogenannter Streuschmutz im Stadtgebiet auf. In den allermeisten Fällen landen sie bislang jedoch in den dafür vorgesehenen Behältern, in der Restmülltonne vor der Haustür oder in einem der 3600 öffentlichen Abfallbehälter“, sagt Antje von Horn von der Bremer Stadtreinigung.

Die Masken würden als Restmüll verbrannt. „Das ist auch das Beste, wenn alles, was mit Viren zu tun hat“, sagt von Horn. Obwohl die Einwegmasken in der Regel aus speziellem Kunststoffvlies hergestellt sind, gehören sie nicht in den gelben Sack, das bestätigt auch Klaus Scholz, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Seit Beginn der Pandemie gehören Einwegmasken zu den besonders gefragten Artikeln in Apotheken, und die Nachfrage hält nach Angaben des Kammer-Präsidenten an.

Lesen Sie auch

Scholz betreibt selbst vier Apotheken: „Seit März dieses Jahres sind dort rund 70 000 Einwegmasken verkauft worden. Ein starker Anstieg, da diese vor März 2020 ausschließlich an Krankenhäuser für Ärzte und medizinisches Personal gingen. In unseren Apotheken haben wir bis dahin gar keine Einwegmasken an Privatkunden verkauft.“ Hinzu kämen 3000 verkaufte FFP-2-Masken, die besonderen Schutz bieten. Einwegmasken werden mittlerweile auch von Supermärkten und Drogerien angeboten.

Die Apothekerkammer rät davon ab, die Masken zu trocknen und mehrmals zu verwenden, um etwa Abfall zu reduzieren. „Trocknung tötet Viruspartikel auf der Maske nicht ab und ist somit ineffektiv zur Desinfektion. Sollte die Maske mit Sars-CoV-2-Viren kontaminiert sein, wäre sie das nach einer Trocknung ebenso“, betont Scholz. Die Preise für Einwegmasken seien inzwischen auch wieder gesunken. Gerade zu Beginn der Pandemie, als es extreme Engpässe bei der persönlichen Schutzausrüstung für medizinisches Personal gab, waren die Masken deutlich teurer.

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+