Standort an den Weserarkaden wird geprüft Bremer Senat bewilligt Mahnmal-Geld

Nun ist es beschlossen: Der zweite Mahnmal-Standort zur Erinnerung an den Raub jüdischen Eigentums an den Bremer Weserarkaden kann geprüft werden. Der Senat hat dafür bis zu 50.000 Euro freigegeben.
11.02.2020, 19:07
Lesedauer: 1 Min
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Bremer Senat bewilligt Mahnmal-Geld
Von Nina Willborn

Der alternative Standort für das Mahnmal zur Erinnerung an den Raub jüdischen Eigentums kann geprüft werden. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen und damit bis zu 50.000 Euro freigegeben, damit sich Experten die Wand am Treppenabgang zwischen Wilhelm-Kaisen-Brücke und Weserarkaden genauer ansehen. Bisher soll das Mahnmal in die Schlachte-Stufen gebaut werden, die Initiatoren sowie Vertreter der Jüdischen Gemeinde halten jedoch den Platz in der Nähe der Arkaden für geeigneter.

Unterstützung bekommen sie von der Grünen-Abgeordneten Kai Wargalla. „Das Ziel muss für uns alle sein, dass ein würdiges Gedenken ermöglicht wird“, sagte die Sprecherin für Kultur und Strategien gegen Rechtsextremismus. Der Arkaden-Standort biete hierfür eine geeignete Möglichkeit und deshalb halte sie es für richtig, ihn prüfen zu lassen. Wargalla: „An der Schlachte wird viel Party gemacht. Außerdem sind dort wegen der geringen Höhe tiefe Einschnitte in die künstlerischen Aspekte des Mahnmals unumgänglich. An den Arkaden ist es ruhiger, man kann sich besser auf das Mahnmal konzentrieren.“ Was aus Sicht der Befürworter ebenfalls für den Platz spricht, ist, dass es an der Tiefer mehr Platz für den Sichtschacht des Kunstwerks geben würde.

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In der Nähe der Wilhelm-Kaisen-Brücke wären etwa sechs Meter Tiefe möglich, das entspricht dem ursprünglichen Entwurf eher als der Platz an der Schlachte, wo etwa 3,15 Meter Tiefe erreicht werden könnten. Nicht zuletzt stünde es dort in der Nähe des Logistikunternehmens Kühne + Nagel, neben anderen Bremer Firmen einer der Profiteure des Raubs an den Juden.

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