25. Internationale Bremer Symposium zum Film

Vorträge und Filmvorführungen online

Das Internationale Bremer Symposium zum Film widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Kopf-Kino. Psychische Erkrankung und Film“. Die Foren, Vorträge und Filmvorführungen finden vom 5. bis zum 8. Mai online statt.
17.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Vorträge und Filmvorführungen online
Von Alexandra Knief
Vorträge und Filmvorführungen online

Im Film "Little Joe" versucht eine Botanikerin eine Pflanze zu züchten, die glücklich macht.

X-Verleih/dpa

„Kopf/Kino: Psychische Erkrankung und Film“ - unter diesem Motto findet vom 5. bis zum 8. Mai das 25. Internationale Bremer Symposium zum Film statt. Das Symposium widmet sich damit einem Thema, das seit der Entstehung des Kinos von Filmemachern gern behandelt wird. Und es möchte die Diskussion darüber vertiefen, wie Filme die gesellschaftliche Wahrnehmung von psychischen Erkrankungen beeinflussen können.

Aufgrund der Corona-Lage findet das Programm voraussichtlich nur digital statt. Interessenten können online an Foren teilnehmen, Vorträgen von mehr als 20 nationalen und internationalen Experten lauschen und aktuelle sowie historische Filme inklusive Einführung und Anschlussgespräche mit Beteiligten begleiten.

Ein Forum mit dem Titel „Medical Encounters“ (Donnerstag, 6. Mai, ab 10 Uhr) rückt zum Beispiel die Beziehung zwischen Patienten und Therapeuten ins Zentrum. In diesem Zusammenhang wird der Film „Dialogues with Madwomen“ (1994) gezeigt, in dem sieben Frauen aus San Francisco von ihren Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen erzählen.

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Ein weiteres Forum (Freitag, 7. Mai, ab 10 Uhr) versucht aufzuzeigen, wie das Kino die Vorstellungen von psychischen Erkrankungen formen kann. Zu diesem Thema gezeigt werden die Filme „Little Joe“ (2019), in dem eine Botanikerin versucht, eine Pflanze zu züchten, die Menschen glücklich macht, sowie der Film „Tarnation“ (2003) in dem der Autor und Protagonist Jonathan Caouette von seiner Familie erzählt, die sich seit drei Generationen in einer Krise befindet. Mit „Psychosis in Stockholm“ steht zudem eine Deutschlandpremiere auf dem Programm. In dem Film erzählt die schwedische Filmemacherin Maria Bäcks von den manischen Schüben ihrer Mutter.

Das Symposium wurde 1995 im Rahmen des Unesco-Projekts „100 Jahre Kino“ vom Kommunalkino City 46 und der Universität Bremen ins Leben gerufen. Die zentrale Idee war die Verzahnung von filmwissenschaftlichen Veranstaltungen und der Vorführung der dazugehörigen Filme - in einem Kino statt in einem Seminarraum. Das Symposium richtet sich sowohl an das filminteressierte Publikum als auch an wissenschaftliche Fachbesucher.

Die Vorträge und Diskussionen finden via Zoom statt. Wer daran teilnehmen möchte, muss sich bis zum 3. Mai anmelden. Weitere Infos zum Programm und zur Teilnahme unter www.city46.de. 2022 soll das Thema „Grünes Kino“ im Zentrum der Veranstaltung stehen.

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