In Zeiten von Corona

Verteilung kostenfreier Mittagessen gefordert

Normalerweise bekommen .Kinder aus ärmeren Familien in Bremer Kitas und Schulen ein kostenloses Mittagessen. Die Grünen fordern, diese Essen müssten auch in Zeiten von Corona-Einschränkungen verteilt werden.
28.04.2020, 20:09
Lesedauer: 1 Min
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Verteilung kostenfreier Mittagessen gefordert
Von Sara Sundermann
Verteilung kostenfreier Mittagessen gefordert

Krippenkinder beim gemeinsamen Essen.

Waltraud Grubitzsch /dpa

Während der Corona-Pandemie und solange Kitas und Schulen nur eingeschränkt geöffnet sind, sollen Kinder aus ärmeren Familien in Bremen täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden. Das fordern die Grünen. „Essen ist existenziell, kein Kind darf Hunger haben“, sagt Sahhanim Görgü-Philipp, stellvertretende Vorsitzende der grünen Bürgerschaftsfraktion. Normalerweise würden Kinder mit Bremen-Pass, den bedürftige Familien erhalten, in Schulen und Kitas mit kostenlosem Mittagessen versorgt. Dies falle derzeit weg, sagt Görgü-Philipp. In Bremen gibt es viele Familien mit geringem Einkommen.

Mecklenburg-Vorpommern habe angekündigt, bedürftige Kinder trotz Corona mit Mittagessen zu versorgen. Wo es nötig sei, wolle man Familien dort beliefern. Ähnlich stellt sich das Görgü-Philipp in Bremen vor: „Andere Kommunen haben dazu schon Anstrengungen unternommen, in Bremen gäbe es dafür Unterstützung vom Kinderschutzbund.“ Sie betont: „Wir haben ja intakte Mensen an Schulen, in denen gekocht werden kann.“

„Wir arbeiten an dem Thema“, sagt Behördensprecherin Annette Kemp. Man rede mit Caterern, Schulküchenverein und Schulvereinen, um Kinder innerhalb der Notbetreuung an Schulen zu verpflegen. Die Notbetreuung sei nun für Kinder aus ärmeren Familien geöffnet, so Kemp. Weitere Unterstützungsprogramme seien geplant.

„Ich wäre ein Fan davon, wenn sich Kinder für ein Mittagessen in der Schule anmelden könnten“, sagt Ayten Sariyildiz, Leiterin der Roland Oberschule in Huchting. Seit Montag kommen rund 44 von sonst 580 Kindern wieder in die Oberschule, doch dürfe die Schule auch für sie derzeit kein Mittagessen zubereiten, weil die Mensaküche zu klein sei. Wenn das wieder möglich werde, könne man die Essensverteilung über einen größeren Zeitraum strecken, sodass Kinder in mehreren Schichten essen könnten, sagt Sariyildiz.

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