Bauausschuss des Beirates Mitte Denkmalschutz für Kirkeby-Turm

Ein bunter Strauß Themen wurde auf der ersten Sitzung des Fachausschusses Bau und Verkehr des Beirates Mitte verhandelt, unter anderem der neue Denkmalstatus des Kirkeby-Turms an der Domsheide
30.01.2020, 05:50
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Denkmalschutz für Kirkeby-Turm
Von Sigrid Schuer

Für Diskussionen in der ersten Sitzung des Fachausschusses Bau und Verkehr des Beirates Mitte sorgte die Unterschutzstellung des Backsteinturmes von Per Kirkeby auf der Domsheide durch Landesdenkmalpfleger Georg Skalecki. Der neue Status des Verkehrsturmes als Denkmal würde dem Vernehmen nach auch bedeuten, dass er im Zuge der groß angelegten Umbaupläne für die Domsheide um keinen Zentimeter versetzt werden dürfte. Damit wollen sich die Ausschussmitglieder noch nicht zufrieden geben und noch einmal intervenieren, ob eine Versetzung des Turmes nicht doch möglich ist. Abzuwarten bleibe schließlich auch, wie die BSAG mit dem Turm umgehe.

Ein Aufreger-Thema bleibt auch der Sielwall. Die stellvertretende Ortsamtsleiterin Manuela Jagemann wird demnächst gemeinsame Termine für zwei Sondersitzungen mit dem Ausschuss Bau und Verkehr des Beirates Östliche Vorstadt und zwar im Februar oder März anberaumen. In einer Sitzung soll es um die Tempo 30-Zonen gehen. Das Amt für Straßen und Verkehr hat bereits sein Kommen zugesagt. Erst jüngst hatte es der Verkehrsausschuss Östliche Vorstadt abgelehnt, am Sielwall eine rot markierte Fahrradstraße mit dementsprechenden Piktogrammen und einer damit einhergehenden Fahrbahnverengung anlegen zu lassen. Der Ersetzung der Bedarfsampel durch eine richtige Ampel an derselben Stelle Sielwall, Ecke Auwigstraße, stimmte der Verkehrsausschuss der Östlichen Vorstadt dagegen vorbehaltlos zu.

Aufregung über Behindertenparkplätze

Zu den weiteren Aufreger-Themen im Viertel gehören auch die Behindertenparkplätze vor der Kunsthalle Bremen. Von Nutzern war moniert worden, dass die Parkzeit mit zwei Stunden dort zu kurz sei. Das Amt für Straßen und Verkehr hat die Parkdauer jetzt auf drei Stunden erhöht. Wobei sich Peter Bollhagen von der FDP fragt, ob die Fläche vor der Kunsthalle nicht auch von nicht berechtigten Nutzern zugeparkt werde.

Noch eine Dauerbaustelle: Das Thema der sogenannten Ertüchtigung der Hochwasserschutzwand Tiefer/Weserarkaden, also die Hochwasserschutzwand durch Modernisierung sicherer zu machen. Das Amt für Straße und Verkehr (ASV) beantwortete jetzt die Sachstandsanfrage des Beirates Mitte dazu, die dieser Mitte Dezember 2019 gestellt hatte. In der Antwort des ASV heißt es nun: „Die Instandsetzung der Arkadenbögen und der aufgelagerten Podestplatte, die zur Zeit gesperrt ist, ist als Folgemaßnahme zu sehen und kann erst angegangen werden, wenn die Maßnahmen nach erfolgreicher Ertüchtigung der Hochwasserschutzwand in diesem Bereich abgeschlossen sind“. Voraussichtlicher Baubeginn für diese Ertüchtigung soll demnach August oder September 2020 sein. Auch wolle das ASV künftig strikter auf die Sauberkeit auf der häufig zugemüllten, zurzeit abgesperrten Verkehrsfläche ober- beziehungsweise unterhalb der Arkaden achten. Möglich wäre auch die Abdeckung mit einer Plane. Jagemann informierte ferner darüber, dass Mittel aus dem Stadtteilbudget weiterhin vergeben werden könnten, trotz der noch anhaltenden, haushaltslosen Zeit.

Baufeld für Fernbusterminal vorbereitet

Die Ausschussmitglieder nahmen außerdem den Senatsbeschluss zum Bebauungsplan 2484 Fernbusterminal zur Kenntnis. Auf dem Areal ist jetzt damit begonnen worden, das Baufeld vorzubereiten. Ferner ging es in der Sitzung noch um einen Bürgerantrag, den ein Mitglied der Gruppe gestellt hatte, die in Höhe des Präsident-Kennedy-Platzes seit 2013 drei Mal pro Woche Boule spielt, mit der Bitte, dort eine weitere Bank auf dem Präsident-Kennedy-Platz aufstellen zu lassen. Die Ausschussmitglieder stimmten dem zu, sofern die Gruppe einen Eigenbeitrag von 20 oder 30 Prozent zu den voraussichtlichen Kosten von 1600 Euro leistet. Bezahlt werden soll die Vorbereitung des Untergrundes und die Bank selbst entweder aus dem Globalmittel-Topf oder aus dem Stadtteilbudget. Joachim Musch von den Grünen, Sprecher des Bauausschusses, betonte, dass er es grundsätzlich begrüße, wenn mehr Bänke aufgestellt werden würden. Ferner nahmen die Ausschussmitglieder zur Kenntnis, dass Umweltbetrieb Bremen an der Weberstraße zwei Robinien aus der Baumordnung entlassen haben und wegen Stammfußfäule deren Fällung veranlasst hat, um dort die mangelnde Verkehrssicherheit zu beseitigen. Eine Ersatzanpflanzung soll bis Ende April erfolgen. Schließlich stimmten die Ausschussmitglieder der Aufstellung von fünf Fahrradbügeln in der Contrescarpe vor dem Haus Nummer 117 zu.

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