Polizei meldet zwei Auseinandersetzungen

Erneut Proteste in Bremer City gegen türkische Militäraktion in Nordsyrien

Bis zu 1500 Menschen haben am Samstag in Bremen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien protestiert. Es kam zu Verkehrsbehinderungen und zwei Auseinandersetzungen mit einem Verletzten.
09.11.2019, 17:20
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Erneut Proteste in Bremer City gegen türkische Militäraktion in Nordsyrien
Von Michael Rabba
Erneut Proteste in Bremer City gegen türkische Militäraktion in Nordsyrien

Rund 1000 Menschen demonstrierten am Samstagnachmittag in der Bremer Innenstadt gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien.

Frank Thomas Koch

In Bremen hat es am Samstag erneut Proteste gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien gegeben. Drei Demonstrationszüge mit insgesamt laut Polizeiangaben "in der Spitze" bis zu 1500 Teilnehmern zogen am frühen Nachmittag zunächst vom Waller Bahnhof sowie vom Osterdeich und Bremer Flughafen zum Brill. Nach einer Zwischenkundgebung zog der vereinte Demonstrationszug dann für eine Abschlusskundgebung zum Marktplatz, wo die Protestaktion gegen 17.40 Uhr endete.

Aufgerufen zu dem Sternmarsch mit drei, jeweils den Farben gelb, grün und rot der kurdischen Flagge zugeordneten Zügen, hatte das Bündnis „Bremen für Rojava“. Rojava ist der kurdische Name für die bislang autonome Kurdenregion im Nordosten Syriens. Dort verübe die Türkei einen „Genozid“ an den Kurden, hieß es auf Transparenten der Demonstranten.

In dem Demonstrationszug ab Waller Bahnhof kam es laut Polizei zu einer tätlichen Auseinandersetzung, weil sich ein Demonstrant von einem Passanten provoziert gefühlt habe. Der Demonstrant wurde dabei verletzt und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Kurze Zeit später versuchte ein Demonstrant, eine Autoscheibe einzuschlagen, teilt die Polizei weiter mit. Einsatzkräfte konnten die Sachbeschädigung verhindern. Als die Beamten den Mann vorläufig festnahmen, sei es zu "Solidarisierungsaktionen" von anderen Versammlungsteilnehmern gekommen, sprich: Demonstranten versuchten, die Festnahme zu verhindern. Die Polizei Bremen hat weitere Ermittlungen zu den Vorfällen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise an den Kriminaldauerdienst (Telefon 0421-362-3888).

Der Sternmarsch führte zu Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen des Straßenbahn- und Busverkehrs bis zum frühen Abend.

++ Dieser Artikel wurde um 18.19 Uhr aktualisiert ++

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+