Pflegefall am Dom

Finanzspritze für Bismarck-Denkmal

Fördergeld für das Bismarck-Denkmal am Dom. Der Bund fördert die Sanierung des Reiterstandbildes von Otto von Bismarck mit bis zu 31 500 Euro.
18.07.2019, 07:00
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Finanzspritze für Bismarck-Denkmal
Von Pascal Faltermann
Finanzspritze für Bismarck-Denkmal

Das Bismarck-Denkmal am Bremer Dom ist ein 1910 aufgestelltes bronzenes Reiterdenkmal für den 1898 gestorbenen Otto von Bismarck. Vor allem der Sockel muss saniert werden.

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Das Bismarck-Denkmal am Dom ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden, doch bislang fehlte das Geld dafür. Die Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann teilt nun mit, dass es finanzielle Unterstützung vom Bund gibt.

Bei der Entscheidung über das Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sei laut Motschmann das Bismarck-Denkmal berücksichtigt worden. „Inoffiziell haben wir das bereits mitgeteilt bekommen“, sagt Georg Skalecki, Leiter des Bremer Landesamtes für Denkmalpflege. Die schriftliche Bestätigung fehle zwar noch, aber er sieht das Ganze auf einem positiven Weg.

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Das Landesamt für Denkmalpflege hatte einen entsprechenden Antrag beim Bund eingereicht und laut Skalecki die Bremer Bundestagsabgeordneten darauf aufmerksam gemacht. „Der Einsatz im Bundestag hat sich gelohnt", sagt nun Motschmann, die kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion. Die Stadt Bremen erhalte für die Sanierung des Reiterstandbildes von Otto von Bismarck eine Förderung von bis zu 31 500 Euro. Dadurch sei es möglich, einen wirksamen Beitrag zum langfristigen Erhalt dieses national bedeutenden Baudenkmals in Bremen zu leisten, so Motschmann.

Durch die Zuwendung vom Bund und Landesmittel soll der Sockel des Reiterstandbilds ertüchtigt und die Sandsteineinfassung saniert werden, erklärt Landesdenkmalpfleger Skalecki. Der Beseitigung von Witterungsschäden und Rekonstruktion der historischen Kupferabdeckung stehe zudem nun nichts mehr im Wege. Die geplanten Gesamtkosten für die Sanierung des Sockels des Bismarck-Denkmals werden vom Landesamt für Denkmalpflege auf circa 63 000 Euro geschätzt. Bislang fehlten knapp 38 000 Euro für die Instandsetzung, die Kulturbehörde hatte bereits 25 000 Euro aus Eigenmitteln zur Verfügung gestellt.

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„Die Projektförderung aus dem Denkmalpflegeprogramm spricht nicht nur für eine gute Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Bremen. Es zeigt einmal mehr ein deutliches Bekenntnis des Bundes zur Förderung der Kultur in den Regionen, um das unersetzliche kulturelle Erbe im ganzen Land zu erhalten“, so Motschmann.

Die Bremer Bismarck-Reiterstatue hat kunsthistorisch einen hohen Stellenwert, weil die Darstellung zu Pferd eigentlich regierenden Fürsten vorbehalten war. Die Arbeit des Bildhauers Adolf von Hildebrandt (1847-1921), die 1910 am St.-Petri-Dom aufgestellt wurde, ist insofern außergewöhnlich.

Als reparaturbedürftig gilt die Verblendung des Sockels. Von Hildebrandt hatte hierfür einen Kalkstein verwendet, dem die Witterung über die Jahrzehnte stark zugesetzt hat. Der Sockel des Reiterstandbilds soll nun insgesamt ertüchtigt und die Sandsteineinfassung saniert werden.

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